Die Stadt Zug lädt ein zum Dreikönigs-Apéro und führt mit rassiger Musik ins neue Jahr

Carlo Brunner, Pepe Lienhard und Lisa Stoll begeisterten das Publikum am Dreikönigs-Apéro im Casino Zug.

Martin Mühlebach
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Beschwingtes Konzert von Carlo Brunner (rechts), seiner Superländlerkapelle und Pepe Lienhard (Mitte).

Beschwingtes Konzert von Carlo Brunner (rechts), seiner Superländlerkapelle und Pepe Lienhard (Mitte).

Bild: Matthias Jurt
(4. Januar 2020)

Am Samstag, 4. Januar, gelangten die Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Zug erstmals in den Genuss eines Dreikönigs-Apéros. Der Kinosaal im Casino Zug war bis auf den letzten Platz besetzt, als der Zuger Stadtpräsident Karl Kobelt erklärte: «Der Stadtrat von Zug hat beschlossen, den traditionellen Neujahrsanlass zum Jahreswechsel neu als Dreikönigs-Apéro durchzuführen.»

Unter dem Motto «Schwungvoll in die neue Dekade» eröffnete Carlo Brunner mit seiner Superländlerkapelle ein grossartiges musikalisches Feuerwerk. Übers ganze Gesicht strahlend verkündete Carlo Brunner: «Vor 50 Jahren gab ich im Casino Zug mein erstes Konzert. Es freut mich ausserordentlich, wieder hier auftreten zu dürfen.»

Bekannte Solisten würzten das Konzert

Die Freude war zu spüren: Das Publikum kam in den Genuss eines ausserordentlich rassigen Konzerts, das die Superländlerkapelle durch mehrere gemeinsame Darbietungen mit der Alphornvirtuosin Lisa Stoll und dem bekannten Saxophonisten Pepe Lienhard würzte. Carlo Brunner gestand, er habe seien Ohren kaum getraut, als er die 1996 geborene Lisa Stoll erstmals spielen gehört habe. Es sei unglaublich gewesen, was dieses Mädchen seinem Instrument zu entlocken vermocht habe.

Seit Lisa Stoll 2009 im zarten Alter von erst 13 Jahren mit Carlo Brunner’s Komposition «Tanz der Kühe» den Nachwuchswettbewerb des Musikantenstadls gewonnen hat, treten die beiden Musiker hin und wieder gemeinsam auf. So auch am Samstag in Zug. Mit dem Solo «Sternschnuppe», dem die Naturtöne einen leicht melancholischen Klang verliehen, eroberte Lisa Stoll die Herzen des Publikums. Eine ältere Frau, die mit einem Taschentuch eine Freudenträne wegwischte, sagte ungläubig staunend: «Das war wunder-, wunder-, wunderschön.»

Vertauschte Rollen

Mit Carlo Brunner’s Komposition «Alpinette und Klarihorn» wurden die Rollen sozusagen vertauscht. Lisa Stoll entlockte ihrem Alphorn Klarinettentöne, während Carlo Brunner mit seiner Klarinette den Part des Alphorns übernahm. Mit dem Auftritt des Stars Pepe Lienhard erhielt das grossartige Konzert weitere Highlights. Es war faszinierend, wie Ländlermusik, Swing und Fox im «St. Louis Blues» und im «Susi-Fox» ineinander verschmolzen.

Am abschliessenden Apéro im Casinosaal lobten die Konzertbesucherinnen und Konzertbesucher den Dreikönigsevent in den höchsten Tönen. Marlis Villiger schwärmte von der «unglaublichen Zungenfertigkeit» von Lisa Stoll, Silvia Gfeller meinte: «ein solch grossartiges Konzert live erleben zu dürfen, ist sensationell.» Und Beni Krienbühl gestand: «Ich hätte noch stundenlang zuhören mögen. Besser kann man nicht ins neue Jahrzehnt starten.»