Mit Tempo 200 vor der Polizei geflüchtet

Eine 37-jährige Autolenkerin lieferte sich in der Nacht auf Donnerstag im Kanton Zug eine filmreife Verfolgungsjagd mit der Polizei. Selbst ein total demoliertes Auto konnte die Frau (vorerst) nicht stoppen.

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Polizei stellt das Unfalllauto sicher. (Bild: Zuger Polizei)

Polizei stellt das Unfalllauto sicher. (Bild: Zuger Polizei)

Am Donnerstagmorgen wurde eine 37-jährige Schweizerin kurz vor 1 Uhr an der Blickensdorferstrasse in Baar von einer Patrouille der Zuger Polizei zu einer Routinekontrolle angehalten. Als die Polizistin und der Polizist Führer- und Fahrzeugausweis verlangten, beschleunigte die Frau plötzlich ihr Fahrzeug und flüchtete in rasantem Tempo in Richtung Autobahnanschluss Baar. Die Polizeipatrouille nahm die Verfolgung auf.

Auf der Autobahn A4a raste die Lenkerin mit über 200 km/h in Richtung Verzweigung Blegi davon, wo sie auf den Fahrstreifen in Richtung Zürich einbog. Weil sie derart schnell unterwegs war, verlor sie die Herrschaft über das Auto und kollidierte mehrmals mit den Leitplanken. Mit dem völlig zerstörten Fahrzeug setzte die Lenkerin ihre Flucht mit bis zu 150 km/h und teilweise auf dem Pannenstreifen fort.

Bei der Autobahnraststätte Affoltern am Albis endete die Flucht schliesslich, als die Frau anhielt und sich stellte. Abklärungen ergaben, dass die 37-jährige Schweizerin nie im Besitze eines Führerausweises war. Gemäss eigenen Angaben fährt sie seit über 14 Jahren Auto. Beim Selbstunfall wurde die Lenkerin nicht verletzt. Das Auto hingegen erlitt Totalschaden. Es entstand ein Sachschaden von mehreren tausend Franken. Die Zuger Polizei stellte das Unfallfahrzeug sicher. Die Beschuldigte wurde angezeigt und wird sich vor der Staatsanwaltschaft des Kantons Zug verantworten müssen.

pd/rem