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Zuger können dank flexiblen Arbeitszeiten mitfiebern

Viele grosse Arbeitgeber ermöglichen ihren Angestellten, die Fussball-WM mitzuverfolgen. Es gibt sogar Unternehmen, die interne Public Viewings anbieten. Auch die Zuger Stadtschulen haben sich für den Achtelfinal-Match der Schweizer Nationalmannschaft vom Dienstagnachmittag (3. Juli) etwas überlegt.
Rahel Hug

Der Fussball hat die Welt fest im Griff – und auch den Kanton Zug. Besonders spannend wird es am Dienstagnachmittag (3. Juli) um 16 Uhr, wenn die Schweiz im Achtelfinale auf Schweden trifft. Ein Spiel, das sich die meisten wohl nicht entgehen lassen wollen. Doch was bedeutet dies für die grossen Zuger Arbeitgeber, die Schulen und die Verwaltung? Wie unsere Umfrage zeigt, ist der Umgang mit der WM unterschiedlich.

Schweizer Fans im Fussballfieber.. (Bild: Stefan Kaiser (Baar, 15. Juni 2016))

Schweizer Fans im Fussballfieber.. (Bild: Stefan Kaiser (Baar, 15. Juni 2016))

«Im Rahmen der Jahresarbeitszeit kennen wir flexible Arbeitszeiten», sagt Rolf Jenni, Leiter Human Resources bei der V-Zug AG. «Wenn es also jemandem wichtig ist, das Spiel zu sehen, kann er oder sie früher nach Hause gehen.» Die genaue Arbeitszeit werde individuell durch die Führungskräfte geregelt. Ein Public Viewing für die Mitarbeiter bietet die V-Zug nicht an. «Wir haben jedoch mehrere Fernseher, beispielsweise im ‹Zugorama›. Wenn ein Mitarbeiter dort etwas länger verweilt, sollte man den Fünfer gerade sein lassen», ist Jenni der Ansicht. Bei der WWZ AG können Mitarbeiter ebenfalls den Match schauen, wenn sie wollen. «Im Rahmen der Gleitarbeitszeit steht es jedem Mitarbeitenden frei um 16 Uhr das Fussballspiel zu schauen», so Marketingassistentin Flavia Marty. «Wichtig ist, dass der Pikettdienst jederzeit gewährleistet ist. Hier liegt es an den entsprechenden Teamleitern, die Einteilung der Mitarbeitenden vorzunehmen.»

Nicht alle Mitarbeiter sind fussballbegeistert

Ähnlich äussert sich Philipp Hodel, Kommunikationsverantwortlicher der Zug Estates AG. Die Mitarbeiter der Zuger Immobilienunternehmung haben ebenfalls gleitende Arbeitszeit. «Sprich: Wir sind sehr flexibel was Arbeitszeiten angeht und dürfen problemlos früher Feierabend machen. Abteilungen mit Kundenkontakt – wie zum Beispiel der Technische Dienst – müssen jedoch erreichbar sein.» Der Fernseher im Sitzungszimmer stehe zur Verfügung. Dort könne bei Bedarf das Spiel der Schweizer Nati angeschaut werden. «Jedoch sind bei uns nicht alle fussballinteressiert», räumt Philipp Hodel ein. Bei Glencore in Baar entscheidet jede Abteilung selber, wie sie sich während den Fussballweltmeisterschaften organisieren möchte, wie Mediensprecherin Sarah Antenore Auskunft gibt. Ein internes Public Viewing sei nicht vorgesehen.

Anders bei Roche Diagnostics International AG in Rotkreuz. Für das Achtelfinalspiel vom Dienstagnachmittag (3.Juli) hat das Unternehmen ein internes Public Viewing organisiert, wie von Mediensprecherin Amira Hamami zu erfahren ist. «Wir übertragen die Partie im Personalrestaurant auf Grossleinwand. Dazu gibt es kostenlos Verpflegung vom Grill, Salate und Getränke für alle Mitarbeitenden.» Das flexible Arbeiten, für das man sich bei Roche einsetze, gelte natürlich auch während der WM. «Unsere Mitarbeitenden können sich ihre Arbeitszeit so gestalten, dass sie – soweit es den Job-Anforderungen entspricht – ihren persönlichen Bedürfnissen und Interessen nachgehen können.» Ein kleines Public Viewing gibt es auch bei Johnson & Johnson in Zug, wie der Mediensprecher Thomas Moser sagt. «Wir übertragen das Spiel in der Kantine in Zug. Dazu gibt es gratis alkoholfreie Getränke und Snacks.» Richtlinien, wie mit der WM im Unternehmen umgegangen wird, habe man keine erarbeitet. «Wir fördern es aber nicht explizit. Ausserdem können die Angestellten auf ihren Computern aufgrund der Technik gar keine TV-Streams empfangen.»

Die Zuger Stadtverwaltung hat ebenfalls flexible Arbeitszeiten. Die Mitarbeiter können sich selber organisieren. «Wer ein Fussballspiel schauen möchte, beendet seine Arbeitszeit früher – immer unter der Voraussetzung, dass die Dienstleistungen für die Öffentlichkeit gewährleistet sind», so Thomas Gretener, Kommunikationsbeauftragter.

Schüler können den Match gemeinsam schauen

Auch die Zuger Stadtschulen haben sich für den heutigen Match der Schweizer Nati etwas überlegt. Wie der Rektor Urs Landolt sagt, ist das Thema vor allem auf der Oberstufe aktuell. Lehrpersonen, die ab der Nachmittagspause (3. Juli) Unterricht haben, sind eingeladen, das Spiel mit ihren Schülerinnen und Schülern in der Aula Loreto zu verfolgen. «So wird die WM zum Gemeinschaftserlebnis», erklärt Landolt. Das Leitungsteam hat Rahmenbedingungen abgemacht: Schülerinnen und Schüler, die bis um 16.10 Uhr Unterricht haben, können in der Halbzeitpause nach Hause gehen oder das Spiel bis zum Ende verfolgen. Klassen, die bis um 16.55 Uhr Unterricht haben, bleiben bis zum Schlusspfiff.

An der Kantonsschule Zug gibt es hingegen kein gemeinsames Mitfiebern. «Wer sich für die WM oder alle anderen spannenden Dinge, die es auch noch gibt, interessiert, tut dies in seiner unterrichtsfreien Zeit an der Schule oder in der Freizeit», so Direktor Peter Hörler. Die Frage, ob die Schüler während der WM vermehrt abgelenkt oder müde sind, verneint Hörler: «Bis jetzt habe ich keine solchen Rückmeldungen erhalten. Die Spielzeiten sind einigermassen unterrichtsverträglich.»

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