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Mode: Eine oberflächliche Sache?

U20
Samuel Hösli (16)

Wer sich mit Mode auseinandersetzt und sich dafür interessiert, wird früher oder später mit dem Vorwurf konfrontiert, Mode sei doch eigentlich eine oberflächliche Sache. Ist dem wirklich so?

Im Bereich der «Fast Fashion» kann man schon von einer gewissen Oberflächlichkeit reden. Hier geht es darum, Mode für eine breite Masse herzustellen und Trends zu setzen, denen eine ganze Generation folgt. Um dies zu erreichen, werden am anderen Ende der Welt Menschen ausgebeutet. Nur damit die Kleidung günstig ist und sie sich jedermann leisten kann.

Trotzdem ist Mode als Ganzes nicht oberflächlich. Mode ist genauso wie die Malerei oder die Musik eine eigene Kunstform, welche respektiert und ernst genommen werden sollte. Im Gegensatz zur Malerei werden die Werke nicht auf Leinwand gezeichnet und in Museen ausgestellt, sondern getragen. Dabei ist ein Modedesigner ebenso fähig, Emotionen und Gefühle in seinen Werken auszudrücken, wie jeder andere Künstler.

Jedoch kann nicht nur der ­Designer mit seinen Kleidern etwas aussagen, sondern auch wir, die Menschen, welche die Kleidung tragen. Dazu passt das Sprichwort «Kleider machen Leute». Das bringt es für mich auf den Punkt: Mit dem, was man trägt, kann man vieles zum Ausdruck bringen. Wie man sich kleidet, kann zeigen, welche politische Einstellung man hat oder wie es einem geht. Ein bekanntes Beispiel dafür sind die Hippies oder die sogenannten «Hipsters», welche durch ihre Kleidung auffallen. Mode ist auch kulturell bedingt. Das fällt mir auf, wenn ich in einem anderen Land Ferien mache oder wenn Leute aus einer anderen Kultur bei uns zu Gast sind.

Schlussendlich geht es vor allem darum, gut auszusehen und den anderen zu gefallen. Das ist für manche dann wieder ein Zeichen von Oberflächlichkeit. Für sie gilt es als oberflächlich, auf die Kleidung zu schauen. Ich für meinen Teil finde es ziemlich oberflächlich, wenn sich Menschen eine Meinung über Mode bilden, ohne sich damit wirklich auseinanderzusetzen.

Hinweis

In der Kolumne U20 äussern sich die Autoren zu von ihnen frei gewählten Themen. Ihre Meinung muss nicht mit derjenigen der Redaktion übereinstimmen.

Samuel Hösli (16)

Cham

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