MONOPOLSTELLUNG: Zuger kämpft gegen den Software-Giganten

Als Grafiker komme er um Programme von Adobe nicht herum, sagt Thü Hürlimann. Trotzdem will er gegen die Firma vor Gericht ziehen.

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Entschlossen kämpft der Baarer Thü Hürlimann für die Software FreeHand. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Entschlossen kämpft der Baarer Thü Hürlimann für die Software FreeHand. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Seit 22 Jahren arbeitet Thü Hürlimann bevorzugt mit dem Grafikdesign-Programm FreeHand. Nun steht besagte Software auf dem Abstellgleis. Das US-amerikanische Unternehmen Adobe Systems hat das Programm 2005 übernommen und bald darauf verkündet, dieses zwar noch verkaufen, aber nicht mehr weiterentwickeln zu wollen. Vor der Übernahme war FreeHand die direkte Konkurrenz zum Adobe-Produkt Illustrator.

Das mag der Baarer Grafiker Hürlimann nicht akzeptieren und kritisiert: «Das Unternehmen baut systematisch sein Monopol aus», so sein Vorwurf. Hürlimann gründete deshalb die Nonprofitorganisation FreeFreeHand. Er und seine Mitstreiter planen, Adobe in den USA wegen Monopolismus anzuklagen, und fanden Anwälte, die bereit sind, dieses Anliegen zu vertreten. Die Forderung: Adobe soll Freehand weiterentwickeln oder ermöglichen, dass Freiwillige das Programm bewirtschaften.

Sarah Kohler

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Sonntag in der Zuger Ausgabe der Zentralschweiz am Sonntag.