Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

MORGARTEN: Altlasten-Sanierung gefährdet Morgartenschiessen

Nach den ordentlichen Schiessständen müssen auch die Kugelfänge der Schiessplätze der historischen Schiessen saniert werden. Im Kanton Zug sind davon nebst dem Mor­gartenschiessen das Alp-Egg- Schiessen und das Zuger-Alpli-Schiessen betroffen.
Charly Keiser
Hanglage im Stroh – für die Sturmgewehrschützen am Morgarten eine besondere Herausforderung. (Bild Werner Schelbert)

Hanglage im Stroh – für die Sturmgewehrschützen am Morgarten eine besondere Herausforderung. (Bild Werner Schelbert)

Die Altlasten-Verordnung verlangt eine Sanierung der Böden der Kugelfänge. Untersuchungen haben ergeben, dass diese teils mit Blei und Antimon verunreinigt sind. Dabei handelt es sich um Geschossrückstände, Bleistaub und verschobenes Kugelfangmaterial. Wann eine Sanierung erfolgen muss, ist abhängig von der festgestellten Umweltgefährdung.

Bund zahlt die Sanierung

Die Kosten für die Kugelfangsanierungen zahlt der Bund im Moment fast zu 100 Prozent. Und dies aus dem sogenannten Vasa- Altlasten-Fonds, der unter anderem aus Abgaben von Deponien gespiesen wird. Vasa steht für Verordnung über die Abgabe zur Sanierung von Altlasten.

Noch ist Geld im Vasa-Fonds, und ein Grossteil der Kosten für die Sanierung der drei betroffenen Schiessstände im Kanton Zug würde daraus beglichen, erklärt Arnold Brunner, der Generalsekretär der Baudirektion. Sicherheitsdirektor Beat Villiger kümmert sich um die Beantwortung eines Postulats der FDP-Fraktion vom vergangenen März, das den Regierungsrat beauftragt, zusammen mit den durchführenden Veranstaltern der Zuger Gedenkschiessen eine Lösung auszuarbeiten, die mit Hilfe des Lotteriefonds die finanzielle Tragbarkeit und somit die Weiterführung der Zuger Gedenkschiessen gewährleistet. Beat Villiger springt dabei für seinen Kollegen Urs Hürlimann in die Bresche, der als Präsident der Morgartenkommission in den Ausstand getreten ist.

Im Falle des Morgarten­schiessens würde der Bund rund eine halbe Million Franken für die Sanierung des Kugelfangs zahlen. Dies allerdings nur, wenn gewährleistet ist, dass dort künftig keine neue Belastung auftritt. Mit anderen Worten: Es muss ein künstliches Kugelfangsystem installiert oder die Schiessanlage beziehungsweise der Kugelfang stillgelegt werden.

Verschiedene Lösungen und Probleme

Es gebe grob gesagt drei Möglichkeiten für die drei historischen Schiessen im Kanton Zug, sagt Arnold Brunner. «Eine definitive, ein halbdefinitive oder eine provisorische Lösung der Kugelfänge.» So sei es zum Beispiel möglich, Säcke beim Kugelfang aufzustellen, die die Projektile auffangen würden. Diese Säcke könnten gekauft oder aber auch gemietet werden. «Eventuell macht es Sinn, für die einzigen jährlichen Anlässe die Säcke zu mieten.» Ein Kriterium sei da, dass die Provisorien oder Halbprovisorien auf- und abgebaut werden könnten – und darum eine entsprechende Zufahrt gewährleistet sein müsse. «Und zu bedenken ist zudem, dass diese Schiessanlagen und Kugelfänge ausserhalb der Bauzone sind. Aber auch eine definitive Lösung mit einer fixen Baute ist denkbar. Wir sind im Moment am Zusammentragen der Informationen», sagt Brunner. Die Antwort der Regierung auf das Postulat liegt im kommenden März vor. Brunner resümiert: «Es gibt für alle drei Zuger Schiessen Lösungen. Diese sind aber wohl unterschiedlich.

Charly Keiser

charly.keiser@zugerzeitung.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.