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MORGARTEN: Auf in die bunte «Schlacht»

Friedlicher, aber möglicherweise ebenso laut wie vor 700 Jahren, ging es am Samstag an historischer Stätte zu: Hauptsee feierte Fasnacht – «traditionell guet!».
Julia Truttmann
Mit Pauken und Trompeten, viel Farbe und fröhlichen Gesichtern nahm der Umzug an der Hauptseer Fasnacht seinen Lauf. (Bilder Werner Schelbert)

Mit Pauken und Trompeten, viel Farbe und fröhlichen Gesichtern nahm der Umzug an der Hauptseer Fasnacht seinen Lauf. (Bilder Werner Schelbert)

In Morgarten ging es diesen Samstag vor dem grossen Denkmal fast genau so wild und laut zu und her, wie damals bei der grossen Schlacht im Jahr 1315. Die Fasnachtsgesellschaft Morgarten lud zum 64. Mal dazu ein, bei der traditionellen Hauptseer Fasnacht mit dabei zu sein und gemeinsam die von vielen Fasnächtlern als fünfte und schönste Jahreszeit gerühmte Fasnachtszeit zu geniessen und zu feiern. Unter dem Motto «traditionell guet!» waren gut 16 Nummern auf der Morgartenstrasse unterwegs, verteilten allerlei Essbares und erfreuten die Besucher mit guter, traditioneller Guggenmusik. Zu diesen verriet Vorstandsmitglied Andri Willi: «Alle Wagen, die man an unserem Umzug bestaunen kann, sind aus Morgarten selber!» Das Dorf strengt sich also schon lange im Voraus an, um jedes Jahr aufs neue einen unvergesslichen Umzug auf die Beine zu stellen.

Bild: KeystoneBild: Keystone
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Umzug in Morgarten

Geschrei für Orangen

In Anlehnung an das Jahr der Schlacht beginnt der grosse Umzug schon seit Jahren immer um 13.15 Uhr. Danach gab es ein originelles Bühnenspiel beim Denkmal zu sehen. «Hier erzählen wir auch lustige Geschichten und Missgeschicke, die den Mitgliedern im Verlauf des letzten Jahres widerfahren sind. Es gibt also jedes Mal viel zu Lachen», meinte Andri Willi.

Weiter ging es mit der Kinderbescherung. «Ein Wagen mit 600 Säckli voller kleiner Überraschungen fährt jeweils mit dem Umzug mit, und diese werden am Schluss an die Kinder verteilt», fuhr Willi fort. Zum Schluss des Programms kam es noch zum traditionellen «Usrüere», bei welchem die Legoren den Kindern Orangen zuwerfen. «Um auch eine Orange zugeworfen zu bekommen, müssen die Kinder jedoch Einsatz geben und schreien.» Nach dem ganzen Programm traf man sich noch zu Tanz und Stimmung in den Restaurants Buechwäldli, Eierhals und Morgarten, um gemeinsam bis in die frühen Morgenstunden zu feiern. Andri Willi schätzte die gesamte Besucherzahl auf rund 2000.

Von Indianern bis zum Bachelor

Die Wagen waren sehr einfallsreich, vielfältig und mit grosser Mühe gestaltet. Von den Morgartner Schülern, die als Bauarbeiter unter dem Motto «mier buued» durch die Strassen zogen, und von den Hauptseer Indianern bis zu Bachelor Vujo war alles mit dabei. «Wir haben uns ganz nach dem Motto auf Schweizer Traditionen wie Ovi, Fondue oder den Franken konzentriert», erklärte Andri Willi, und so erkannte man den zu ihm gehörenden Wagen auch gleich an der riesigen Fonduepfanne. «Fast alle Gruppen sind schon seit vielen Jahren jede Saison aufs Neue wieder dabei, nur die Aegeritüüfel sind dieses Jahr zum ersten Mal mit von der Partie.»

Köstliches für die Kinder

Die diesjährigen Ehrendamen der Morgartner Fasnacht hiessen Gabriela Grunder und Melanie Bieri. Gemeinsam mit ihnen feierten in alle erdenklichen Kostüme eingekleidete Kinder, deren Augen beim Anblick dieser vielen speziellen Figuren, die allerlei Köstliches verteilten, kaum zu glänzen aufhörten. Und auch für die schon etwas ältere Generation gab es ausreichend Grund zur Freude und Feststimmung. In den Restaurants wurde noch lange für gute Musik und köstliche Verpflegung gesorgt, bei der es sich stundenlang sitzen und plaudern liess.

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