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MORGARTEN: Der «Hünenberger Pfeil» ist nicht echt

«Hütet euch am Morgarten» – diese Botschaft soll Heinrich von Hünenberg vor 700 Jahren per Armbrustpfeil den Eidgenossen zugeschickt haben. Doch dieser Pfeil, sorgfältig bewahrt, wurde von Forschern jetzt datiert: Er ist zu jung, um echt zu sein.
So eingerahmt und mit Siegeln und Unterschriften beglaubigt hängt der «Hünenberger Pfeil» im Sitzungszimmer der Unterallmeind-Korporation Arth. (Bild: PD / Erich Ketterer)

So eingerahmt und mit Siegeln und Unterschriften beglaubigt hängt der «Hünenberger Pfeil» im Sitzungszimmer der Unterallmeind-Korporation Arth. (Bild: PD / Erich Ketterer)

Die Sendung «Einstein» des Schweizer Fernsehens lässt am Donnerstag die Katze aus dem Sack: Die ETH Zürich hat den «Hünenberger Pfeil» mit einer Radiokarbonanalyse des Holzschafts datiert. Die archäologische Begutachtung zeigte, dass die Geschossspitze beim derzeitigen Forschungsstand frühestens in die zweite Hälfte des 14. Jahrhunderts datiert werden kann.

Zwei Holzproben wurden dabei unabhängig voneinander untersucht. Das Holz, aus dem der Pfeil gefertigt worden ist, wuchs gemäss Medienmitteilung der ETH Zürich mit 95-prozentiger Wahrscheinlichkeit in den Jahren 1314 bis 1357 und 1388 bis 1405 noch als Baum heran. Zur Zeit der Schlacht am Morgarten im Jahr 1315 – so folgern die Wissenschaftler – gab es diesen Pfeil noch nicht.

Den «Hünenberger Pfeil» soll der Sage nach Heinrich von Hünenberg über die Befestigungsanlagen bei Arth geschossen haben, um die Schweizer vor dem bevorstehenden Angriff der Habsburger zu warnen. Heute hängt er im Sitzungszimmer der Unterallmeind Korporation Arth an der Wand, eingerahmt zusammen mit einer schriftlichen Bezeugung der Familie Zay aus dem Jahr 1862. Damals beglaubigten der Bezirk und der Kanton Schwyz die Echtheit mit Siegeln und Unterschriften.

pd/cv

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