MORGARTEN: Die Einheimischen sind gut im Schuss

Beste Zuger Sektion beim Pistolenschiessen ist die Schützengesellschaft der Stadt Zug auf Platz 15. Besser läuft es den Morgartnern – in einer anderen Disziplin.

Christian Ballat
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Den Pistolenschützen stand eine Minute Zeit für vier Schuss zur Verfügung. Insgesamt haben sich fast 1700 Schützen zum Pistolen-Wettkampf eingeschrieben. Ein Gedränge gab es trotzdem nicht. (Bild Christian Ballat)

Den Pistolenschützen stand eine Minute Zeit für vier Schuss zur Verfügung. Insgesamt haben sich fast 1700 Schützen zum Pistolen-Wettkampf eingeschrieben. Ein Gedränge gab es trotzdem nicht. (Bild Christian Ballat)

Das Morgartenschiessen fand zum 101. Mal statt. (Bild: Maria Schmid / Neue ZZ)
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Schützen aus der ganzen Schweiz pilgern ins Ägerital. (Bild: Maria Schmid / Neue ZZ)
Morgartenschiessen 2014 (Bild: Maria Schmid / Neue ZZ)
Morgartenschiessen 2014 (Bild: Maria Schmid / Neue ZZ)
Morgartenschiessen 2014 (Bild: Maria Schmid / Neue ZZ)
Morgartenschiessen 2014 (Bild: Maria Schmid / Neue ZZ)
Morgartenschiessen 2014 (Bild: Maria Schmid / Neue ZZ)
Morgartenschiessen 2014 (Bild: Maria Schmid / Neue ZZ)
Das Morgartenschiessen findet zum 101. mal statt. Schützen aus der ganzen Schweiz kommen ins Aegerital. Heute begleiten wir die Zeiger und Kleber+Schreiber. Fotografiert am 15. November 2014 in Morgarten. Schützenfest, Morgarten, Schiessen, Schütze, Sturmgewehr, Sport, (Bild: Maria Schmid / Neue ZZ)
Morgartenschiessen 2014 (Bild: Maria Schmid / Neue ZZ)
Das Morgartenschiessen findet zum 101. mal statt. Schützen aus der ganzen Schweiz kommen ins Aegerital. Heute begleiten wir die Zeiger und Kleber+Schreiber. Fotografiert am 15. November 2014 in Morgarten. Schützenfest, Morgarten, Schiessen, Schütze, Sturmgewehr, Sport, (Bild: Maria Schmid / Neue ZZ)
Morgartenschiessen 2014 (Bild: Maria Schmid / Neue ZZ)
Morgartenschiessen 2014 (Bild: Maria Schmid / Neue ZZ)
Morgartenschiessen 2014 (Bild: Maria Schmid / Neue ZZ)
Morgartenschiessen 2014 (Bild: Maria Schmid / Neue ZZ)
Morgartenschiessen 2014 (Bild: Maria Schmid / Neue ZZ)
Morgartenschiessen 2014 (Bild: Maria Schmid / Neue ZZ)
Die Gruppe "Alte Schwyzer" marschiert am Umzug von Sattel im Kanton Schwyz zur Schlachtkapelle im Schornen im Kanton Zug. (Bild: Keystone)
Die Roten Schwyzer fuehren den Umzug von Sattel zur Schlachtkapelle im Schornen. (Bild: Keystone)
Bild: Keystone
Trachtenleute am Umzug. (Bild: Keystone)
Tambouren am Umzug. (Bild: Keystone)
Gewehrschuetzen machen sich bereit beim 101. Morgartenschiessen am Morgarten Denkmal. (Bild: Keystone)
Bild: Keystone
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Schützen aus der ganzen Schweiz kommen ins Aegerital. (Bild: Maria Schmid (Neue ZZ))
Morgartenschiessen 2014 (Bild: Maria Schmid (Neue ZZ))
Morgartenschiessen 2014 (Bild: Maria Schmid (Neue ZZ))
Morgartenschiessen 2014 (Bild: Maria Schmid (Neue ZZ))

Das Morgartenschiessen fand zum 101. Mal statt. (Bild: Maria Schmid / Neue ZZ)

1648 Schützinnen und Schützen, das sind 150 mehr als im Vorjahr, freuten sich über die perfekten Bedingungen am 58. Historischen Morgarten-Pistolen-schiessen, das am vergangenen Samstagmorgen noch vor dem grossen Regen stattgefunden hatte.

Eine Frau trifft am besten

Unter den 153 angetretenen Frauen ist auch die Siegerin des traditionellen Anlasses zu finden. Die Luzernerin Sylvia Späth setzte sich als Tagessiegerin mit 55 Punkten durch und durfte neben dem begehrten Spezialkranzabzeichen auch die Bundesgabe entgegennehmen.

Freuen konnte sich auch der beste Schütze der Stammsektionen. Mit 52 Punkten erhielt der Brunner Dino Versiglioni neben dem Spezialkranzabzeichen auch die Wappenscheibe der Stammsektionen.

Malters und Grosswangen teilten sich wie im letzten Jahr die ersten beiden Plätze der Stammsektionen. Die Pistolenschützen aus Küssnacht, im letzten Jahr auf dem fünften Rang klassiert, konnten sich verbessern und als Dritte über einen Podestplatz freuen. Beste Zuger Gruppe wurde die Schützengesellschaft der Stadt Zug. Sie erreichte den 15. Rang. Die Unterägerer landeten auf dem 17. Rang. Auch der Zuger Unteroffiziersverein schaffte es noch unter die ersten 20 Gruppen (19. Rang).

Beim 101. Morgartenschiessen auf 300 Meter, das ein paar hundert Meter weiter auf Zuger Boden stattfand, erreichte die beste Zuger Abordnung, die Schützengesellschaft Morgarten, den guten vierten Platz. Die Schützengesellschaft der Stadt Zug erkämpfte sich den 15. Rang. Mit 1350 Schützen ist das Morgartenschiessen eines der grössten auf einer 300-Meter-Anlage. Die Schiessen finden jeweils in der Umgebung der Gedenkfeier an die Schlacht von Morgarten statt. Diese wurde mit einem Festzug vom Dorf Sattel in die Schornen eröffnet. Mit dabei Regierungsmitglieder aus Kantonen, Bezirken und Gemeinden, Armeevertreter, Sattler Vereine und erstmals die Tambouren­gruppe der Roten Schwyzer. Nach dem Verlesen des Schlachtbriefs und der militärischen Ehrung der Gefallenen zelebrierte Pfarreiadministrator Guido Schnellmann einen Feldgottesdienst.

In seiner Festrede stellte Sandro Patierno, Bezirksammann Schwyz, fest, dass wir nicht genau wissen, was am Morgarten wirklich geschehen sei. «Aber eines dürfen wir mit Bestimmtheit sagen: Morgarten hat uns geprägt und steht auch heute noch für Freiheit und Willenskraft der Schweiz.» Für den Schützen, der ein Schiessen beginnt, müsse das Ziel klar sein: Es liegt in der Regel in der Mitte, führte Patierno aus und leitete über:

«Unsere Staats- und Gesellschaftsordnung ist in einem ständigen Prozess der Veränderung. Deshalb ist es auch hier wichtig, das Ziel zu kennen.» Das politische Verständnis müsse deshalb eine Staats- und Gesellschaftsordnung sein, die allen Menschen die Entfaltung ihrer Persönlichkeit ermögliche, aber ebenso auf die Bedürfnisse der Gemeinschaft Rücksicht nehme. Extreme ­Lösungen seien dazu nicht im Stande.

«Gute Resultate werden nicht erzielt, wenn die Standpunkte zu weit rechts oder zu weit links liegen», zog Patierno noch einmal einen Vergleich zum Schiesssport.

CVP-Pfister ruft zur Verteidigung der Freiheit auf

mo. Traditionell wurde das Morgartenschiessen mit der Schützengemeinde abgeschlossen. Bei dieser hielt der Zuger Nationalrat Gerhard Pfister (CVP) eine Rede. Dabei bemerkte er: «Morgarten ist jedes Jahr ähnlich und trotzdem jedes Jahr ausserordentlich. Jedes Jahr erinnert uns Morgarten an die Wichtigkeit der Freiheit, und jedes Jahr sehen wir, wie dankbar wir sein können, in der freien Schweiz leben zu dürfen.» Dies gelte vor allem im Hinblick darauf, dass in anderen Weltregionen dieses Gut geraubt werde. Aktuell führte Pfister dabei Syrien an. Er schlug dann einen Bogen zur Deutschen Demokratischen Republik (DDR), die 1989 ihre Mauer verlor: «Die Menschen in Ostdeutschland glaubten wie die Eidgenossen seinerzeit daran, dass die Freiheit zu erkämpfen ist. Sie waren bereit, etwas zu riskieren, damit kommende Generationen in Freiheit leben können.» Doch auch hierzulande müsse man immerfort für die Freiheit kämpfen. Die Bereitschaft dazu sei aber nicht überall immer noch gleich stark vorhanden. Da müsse unbedingt gegengehalten werden.

Ein Luzerner holt sich über 300 Meter das beste Resultat

Auch heuer hat sich einmal mehr gezeigt, dass viele Schützen das Morgartenschiessen rot in ihrer Agenda angestrichen haben. Rund 1700 Pistolenschützen sowie 1350 Schützen für den Wettbewerb über 300 Meter hatten sich eingeschrieben.

58. Morgartenpistolenschiessen

Meisterschützen Gewinner der Bundesgabe: Sylvia Späth, Luzern Stadt, 55 Punkte. – Wappenscheiben (Stammsektionen): Dino Versiglioni, Brunnen, 52 Punkte. Bernd Daniel, Pfäffikon am Etzel, 52 Punkte. – Wappenscheiben (Gastsektionen): Peter Leber, Aesch, 55 Punkte. Andreas Hunziker, Aarau, 1 55 Punkte. – Gewinner der Spezial-Kranzabzeichen: 1. Sylvia Späth, Luzern Stadt, 55. 2. Peter Leber, Aesch BL 55. 3. Andreas Hunziker, Aarau, 1 55. 4. Peter Arnold, Fehlraltorf, 54. 5. Ueli Krauer, Malters, 54. 6. Ernst Hirt, Liestal, 54. 7. Anton Hauser, Wädenswil, 54. 8. Markus Schmid, Liestal, 54. 9. Rolf Küng, Bremgarten 1, 54. 10. Andreas Schweizer, Malters, 53. 11. Andreas Peier, Adliswil, 53. 12. Urs Rihs, Tägerwilen, 53. 13. Michael Preiss, Tägerwilen, 53. 14. Leo Dumolin, Stadt Chur, 53. 15. Roy Wehling, Egg, 1 53. 16. Dino Versiglioni, Brunnen, 52. 17. Enzo Juretti, Airolo, 52. – Stammsektionen: 1. Malters 27 Teilnehmer, 49.250. – Gewinner Wanderstandarte Stammsektionen. 2. Grosswangen, 28 Teilnehmer, 46.500. 3. PS Küssnacht a. R., 30 Teilnehmer, 46.462. 4. Altdorf-Erstfeld, 16 Teilnehmer, 45.800. 5. Sarnen, 31 Teilnehmer, 45.077. 6. Luzern Stadt, 17 Teilnehmer, 45.000. 7. Einsiedeln, 12 Teilnehmer, 45.000. 8. Hergiswil, 32 Teilnehmer, 44.615. 9. Hitzkirchertal, 10 Teilnehmer, 44.500. 10. Pfäffikon am Etzel, 15 Teilnehmer, 44.400. 15. SG der Stadt Zug, 16 Teilnehmer, 41.700. – Ferner: 17. Unterägeri, 16 Teilnehmer, 41.600. 18. Zug UOV, 24 Teilnehmer, 40.667. 22. Baar PS, 16 Teilnehmer, 38.900. 26. SG der Stadt Baar, 12 Teilnehmer, 36.556. 29. Cham-Ennetsee, 12 Teilnehmer, 35.556. 30. Zug OG, 17 Teilnehmer, 34.400. 34. Walchwil, 8 Teilnehmer, 31.500. – Gastsektionen: 1. SG Liestal, 8 Teilnehmer, 49.375. – Gewinner Wanderstandarte Gastsektionen. 2. Stadt Thun 1, 8 Teilnehmer, 49.000. 3. Egg 1, 8 Teilnehmer, 48.500.

101. Morgartenschiessen 300 Meter

Einzel: 1. Hanspeter Schmidlin, Ettiswil, 49 Punkte, Meisterschütz Morgartenschiessen 2014. 2. Alois Barmettler, Ennetmoos, 48. 3. Virginio Proverbio, Lugano 48. 4. Urs Eigenheer, Gerlafingen, 48. 5. Werner Wenger, Langnau-Bärau, 48. 6. Toni Spring, Diemtigen, 48. 7. Walter Jungen, Diemtigen, 48. 8. Daniel Blösch, Mörigen, 48. 9. Fritz Rohrbach, Bern, 48. 10. Walter Kempf, Spiringen, 48. Ferner: 17. Erwin Barmettler, Morgarten, 47. 20. Josef Elsener, Schützengesellschaft der Stadt Zug, 47. 30. Xaver Fassbind, Schützengesellschaft der Stadt Zug, 47. 57. Walter Amstalden, Schützengesellschaft der Stadt Baar, 46. 62. Heinz Hunziker, Schützengesellschaft der Stadt Zug, 46. 64. Bruno Quadrelli, Schützengesellschaft der Stadt Zug, 46. 76. Thomas Scheibmayr, Schützengesellschaft der Stadt Baar, 46. 83. Peter Henggeler, Morgarten, 46. 91. Joel Barmettler, Morgarten, 46. Gruppen: 1. Gerlafingen, Feldschützengesellschaft, 429. Gewinner der Morgartenstandarte 2014. 2. Ziefen, Schützengesellschaft, 428. 3. Niederurnen, Standschützen, 427. 4. Morgarten, Schützengesellschaft, 427. 5. Brunnen-Ingenbohl, Militärschiessverein, 425. 6. Langnau i. E., Schützenverein an der Ilfis, 425. 7. Buchholterberg, Schützen, 421. 8. Schattenhalb bei Meiringen, Feldschützen 421. 9. Höri, Schiessverein, 420. 10. Sattel, Feldschützenverein 420. – Ferner: 15. Schützengesellschaft der Stadt Zug, 416. 33. Schützengesellschaft der Stadt Baar, 392. 41. Morgarten, Schützengesellschaft 383. 57. Oberägeri, Schützengesellschaft 375. 65. Militärschiessverein Zug, 79. SG am Morgarten, 356.
Die kompletten Resultate vom 300-Meter-Schiessen und vom Pistolengeballer im Morgarten finden Sie auf www.morgartenschiessen.ch respektive auf www.psuovsz.ch