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MORGARTEN: Eintauchen mit der Familie

Eine private Badi kann nicht jeder bieten. Ich habe eine gefunden und dabei noch viele weitere Erkenntnisse entdeckt.
Carmen Rogenmoser
Mehr Ferienstimmung geht fast nicht: das Haus an der Hauptseestrasse in Morgarten – Seeanstoss inklusive. (Bild Stefan Kaiser)

Mehr Ferienstimmung geht fast nicht: das Haus an der Hauptseestrasse in Morgarten – Seeanstoss inklusive. (Bild Stefan Kaiser)

Carmen Rogenmoser

Mein Lieblingsplatz im Kanton? Da muss ich nicht lange überlegen. Selbstverständlich befindet sich dieser hoch über unserer wunderschönen Hauptstadt – im Ägerital. In Morgarten sogar, um präziser zu werden. Seit 17 Jahren wohne ich bereits in Oberägeri, den Platz habe ich aber erst vor gut drei Jahren entdeckt. Wobei, entdeckt ist das falsche Wort. Ich wurde hingebracht. Von meinem Mann und seiner Familie nämlich. Mein Lieblingsplatz liegt direkt am Ägerisee, und er ist ziemlich exquisit. Er befindet sich an der Hauptseestrasse 110, besser bekannt als Schönenfurt. Dort wohnen Albert und Louise Meier. Die Grosseltern meines Mannes in einem kleinen, schmucken Häuschen mit direktem Seeanstoss. Das ist das eigentliche Highlight. Abgeschirmt durch eine dichte und hohe Hecke findet sich ein kleines Juwel: Ein gepflegter Rasen, grosse blühende Hortensien und Geranien heissen einen willkommen. Das kleine rote Boot schaukelt im Wasser. Der Gartentisch lädt stets zum Verweilen ein. Kaum angekommen, bin ich schon in Ferienstimmung.

Ein Einstieg wie am Meer

Über eine natürliche Steintreppe gelangt man direkt ins Wasser. Hier folgt das zweite Highlight: An dieser Stelle ist der See sehr seicht. Rund 20 Meter kann man ins Wasser laufen, ohne schwimmen zu müssen. Dies mit der positiven Auswirkung, dass das eher kalte Wasser des Ägerisees sich etwas mehr erwärmt als an tieferen Stellen. Zum Abkühlen reicht es aber allemal. Ich komme mir vor, als wäre ich am Meer. Zugegeben, die Weite fehlt. Aber was solls, wenn man die wunderbare Landschaft mit Kaiserstock, Naas oder das flachere Unterägeri vor sich hat. Je nach Wetterstimmung glaubt man, im europäischen Norden zu sein. Der gegenüberliegende dichte Bergwald mit den kleinen, einzelnen Häusern sieht den nordischen Originalen zum Verwechseln ähnlich. Nach dem Bad mache ich dann die Augen zu, lasse mich von der Sonne wärmen und stelle mir vor, ganz weit weg zu sein.

Doch schnell erwache ich jeweils wieder aus diesen Träumereien. Dafür gibt es andere Orte, aber nicht die Schönenfurt. Denn hier ist immer etwas los.

Hier trifft sich die Familie

Eine grosse Familie schart sich um die Meiers. Am Wochenende wird die Schönenfurt-Beach, wie sie intern auch genannt wird, regelmässig zum Familientreffpunkt. Aus einem eigentlich kurzen Besuch wird schnell ein längerer. Gerne nimmt man noch einen Kaffee und ein Stück Kuchen. Bald ist es Abend und der Grill wird angeschmissen. Die ganze Familie nimmt am langen Tisch auf der von der Sonne geschützten Veranda Platz. Es ist gemütlich und gesellig. Meistens ist es schon dunkel, wenn wir uns wieder auf den Heimweg machen.

Wo könnte es schöner sein?

Die Grosseltern Meier haben gerne Besuch und man fühlt sich immer willkommen. Deswegen verbringe ich nicht nur die Wochenenden gerne an ihrem Privatstrand. Öfters setze ich mich an einem heissen Sommertag nach der Arbeit auf das Velo und fahre die rund 4 Kilometer von Oberägeri nach Morgarten, um noch schnell in den See zu steigen und mich abzukühlen. Klar könnte ich das auch irgendwo an den unzähligen Plätzen unterwegs, aber es ist eben nicht dasselbe. Besser geht abschalten nicht. Auf der Heimfahrt am Seeufer entlang denke ich oft: Wir wohnen an einem der schönsten Orte der Welt. Das möchte ich mir immer wieder in Erinnerung rufen und auf keinen Fall vergessen.

Carmen Rogenmoser, Redaktorin Neue Zuger Zeitung. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Carmen Rogenmoser, Redaktorin Neue Zuger Zeitung. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

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