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MORGARTEN: Jetzt wird fleissig aufgeräumt

Nach dem Abschluss des Freilichtspiels herrscht bei den Beteiligten helle Freude. Im Gelände wird schon bald nichts mehr vom grossen Theater zu sehen sein.
Haben alle Hände voll mit dem Abbau zu tun: die Zivilschützer in der Naturarena beim Morgartendenkmal. (Bild Werner Schelbert)

Haben alle Hände voll mit dem Abbau zu tun: die Zivilschützer in der Naturarena beim Morgartendenkmal. (Bild Werner Schelbert)

Rahel Hug

Über 13 000 Zuschauer und eine Sitzplatzauslastung von 94 Prozent – die Bilanz des Morgarten-Freilichtspiels, das mit der Derniere am vergangenen Samstag zu Ende ging, lässt sich sehen. Zehn Aufführungen waren gar bis auf den letzten Platz ausverkauft. Dank dem Erfolg auf der Besucherseite hat das Spektakel auch die Produktionskosten von knapp 2 Millionen Franken einspielen können. «Es hätte nicht besser ausfallen können», sagt denn auch Regierungsrat Beat Villiger. Er ist im Organisationskomitee «Morgarten – 700 Jahre Abenteuer Geschichte» zuständig für das Festspiel. Das Spektakel habe gehalten, was es versprochen habe: «Es hat allen Beteiligten viel Freude bereitet.»

Fast jede Vorstellung besucht

Mit einer Auslastung von 94 Prozent hat Beat Villiger im Vorfeld nicht gerechnet. «Diese Zahl zeigt, wie überaus beliebt Kulturveranstaltungen in unserem Kanton sind.» Morgarten sei schon das ganze Jahr hindurch positiv besetzt gewesen. «Gezogen» hätten aber auch die Einmaligkeit, die imposante Bühne, die Landschaft, das grossartige Spiel und das Wetterglück. Selber hat der Zuger Regierungsrat fast jede der insgesamt 17 Vorstellungen besucht, wie er mit einem Lachen erzählt: «Ich habe Sponsoren und Gruppen bis hin zum Botschafter von Neuseeland begleitet. Das ganze Theater ist mir ans Herz gewachsen.» Verleidet sei ihm das Stück dabei nie: «Im Gegenteil. Es gab immer wieder Neues zu entdecken.» Einzig der tragische Todesfall eines Zivilschutzinstruktors kurz vor der Premiere habe ihn sehr betroffen gemacht und sei für alle Beteiligten belastend gewesen.

Für die Regisseurin Annette Windlin geht mit dem grossen Freilichtspiel eine «wunderbare, aber anstrengende Arbeit» zu Ende, wie sie sagt. Von dem Ergebnis sei sie «überwältigt»: «Die Spieler sind glücklich, wir sind glücklich, finanziell stimmt es, und die Reaktionen sind durchwegs positiv. Ich bin auf allen Ebenen sehr zufrieden.» Wieso das Stück so viele Zuschauer angelockt habe, sei schwierig zu analysieren. «Es hat uns sicher geholfen, dass Morgarten dieses Jahr schon stark im Gespräch war», meint sie. Ausserdem habe die Produktion von der Mundpropaganda profitieren können, und die Freude der Darsteller sei auf das Publikum übergeschwappt.

Zivilschutz und Militär im Einsatz

Während für die rund 90 Laienschauspieler die strenge Zeit vorbei ist, haben andere noch alle Hände voll zu tun. Rund 50 Zivilschützer und 16 Militärangehörige sind derzeit auf dem Gelände neben dem Morgartendenkmal damit beschäftigt, die Infrastruktur abzubauen. «Bereits am Sonntagmorgen um 8 Uhr haben wir mit dem Abbau begonnen. Zuerst war das Licht an der Reihe», berichtet Produktionsleiter Urs Zürcher. Am Montag wurden dann die ersten Container und ein Teil des Materials abgeholt. Gestern haben die Helfer die Tribüne und die Lichttürme abgebaut. «Bis am Freitagmittag wird hier nicht mehr viel zu sehen sein», so Zürcher. Ihn selber wird das Freilichtspiel aber noch länger beschäftigen – etwa mit Abrechnungen und Schlussberichten. «Ich habe noch einen Haufen Arbeit vor mir», stellt er schmunzelnd fest, «aber der ganze Aufwand hat sich gelohnt. Ich bin mega zufrieden.»

Zufrieden ist auch Heidy Merz. Sie war während der Vorstellungen für die Gastronomie in der Morgarten-Hütte zuständig. Zwischen 20 und 30 Mitarbeiter waren jeweils im Einsatz, und bis zu 200 Mahlzeiten gingen pro Abend über die Theke. «Unser Konzept mit einer urchigen Speisekarte ist offenbar gut angekommen», stellt Merz fest.

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