Morgarten
Krönung einer erfolgreichen Schützenkarriere

Josef Hotz triumphierte am diesjährigen Morgartenschiessen gleich doppelt: Er wurde Schützenkönig und mit der Gruppe Hauptsee von den Schützen Ägerital-Morgarten erreichte er ein bisher noch nie erzieltes Spitzenresultat.

Martin Mühlebach
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Meisterschütze Josef Hotz am Morgartendenkmal, einen Steinwurf von seinem Zuhause entfernt.

Meisterschütze Josef Hotz am Morgartendenkmal, einen Steinwurf von seinem Zuhause entfernt.

Bild: Stefan Kaiser (Oberägeri, 17. November 2021)

Der 66-jährige Josef Hotz, der von seinen Kollegen liebevoll Sepp genannt wird, wohnt direkt unter der Morgartenschusslinie. Somit ist er auch ein direkter Nachbar der Morgartenhütte, in der er als Gewinner des Morgartenschiessens 2021 gefeiert wurde. Tage danach erzählt er: «Ich fühlte mich gut, als ich am Morgen des 15. Novembers aus dem Bett stieg. Und als ich mit den letzten 30 Schützen zum Wettkampf antrat, sagte ich zu meinen Schützenkollegen: Einer von uns wird der diesjährige Schützenkönig. Und da ich mir bewusst war, dass ich gut drauf bin, schob ich nach: Wenn es kein anderer wird, dann werde ich es halt.» Nach dem Schiessen habe er geahnt, dass von ihm und von seinem Teamkollegen Benno Röllin (Schützengesellschaft Ägerital-Morgarten) und von Walter Wittwer (Feldschützen Blumenstein) die 49 von möglichen 50 Punkten zum Sieg ausreichen würden. Als Ältester dieses Trios sei er dann zum Schützenkönig ernannt worden.

Peter Müller, Präsident der Schützengesellschaft Ägerital-Morgarten, betont: «Sepp ist nicht nur der diesjährige Meisterschütze des Morgartenschiessens. Mit der Gruppe Hauptsee von unserer Schützengesellschaft gewann er auch den von 120 Gruppen bestrittenen Teamwettkampf mit einem Spitzenresultat von 459 Punkten. Eine Leistung, die zuvor noch nie erbracht worden war.» Josef Hotz sagt: «Ich lege grossen Wert darauf, dass meine Teamkollegen Benno Röllin, Thomas Huber, Cyrill Wyss, Peter Müller, Peter Henggeler, Dario Reichlin, Therry Röllin, Jasmina Müller und Daniel Infanger namentlich erwähnt werden. Sie haben dies verdient.» Verdient hat auch Josef Hotz die vielen Gratulationen nach dem Sieg am Morgarten, die er nach eigener Aussage bereits alle verdankt hat.

Seit 50 Jahren bei der Schützengesellschaft

Der Erfolg am diesjährigen Morgartenschiessen ist die verdiente Krönung einer langen, sehr erfolgreichen Schützenkarriere. Josef Hotz, Sohn des ehemaligen Präsidenten der Schützengesellschaft Morgarten Karl Hotz, besuchte im zarten Alter von 16 Jahren einen Jungschützenkurs. Daraufhin wurde er in den Kreis der Aktiven aufgenommen. Inzwischen sind 50 Jahre vergangen, in denen Josef Hotz unzählige Erfolge zu erzielen vermochte. Allein in den letzten Jahren reihte sich ein Highlight an das andere. 2019 belegte er am Schwyzer-Kantonal-Schützenfest den 2. Rang, genauso wie 2020 an der Schweizer Meisterschaft mit dem Team U21+E, dem sein Enkel Dario Reichlin und Therry und Benno Röllin angehörten.

Im darauffolgenden Jahr 2021 sicherte sich dasselbe Team schliesslich den Schweizer-Meister-Titel. Es gäbe noch weitere Erfolge zu erwähnen, doch Josef Hotz sagt: «Es ist nicht nötig, alle Erfolge aufzulisten. Ich habe eigentlich alles erreicht, was es im Schiesssport zu erreichen gibt. Nun ist es mir ein Anliegen, den Fokus auf unseren Schützen-Nachwuchs zu legen, damit er sich stetig verbessern und erfolgreich sein kann.» Präsident Peter Müller lobt: «Sepp Hotz unternimmt sehr viel, damit es unseren Schützenkollegen gut geht. Er sorgt dafür, dass unsere Sportgeräte – die Waffen – immer ausgezeichnet funktionieren und bei Problemen mit den Gewehren ist er unsere versierte Ansprechperson.»

Sport allgemein, Jassen und Fischen

Josef «Sepp» Hotz verrät: «Die Faszination des Schiessens besteht für mich im Herunterfahren und Entspannen. Man muss sich ganz aufs Schiessen konzentrieren, viele Trainingsschiessen absolvieren und Wettkämpfe bestreiten. Sowohl einzeln als auch mit der Gruppe.» Zu seinen Hobbys zähle er Sport allgemein sowie Jassen und Fischen. Dass er die Qualifikation der Schweizer Fussball-Nationalmannschaft wegen seiner eigenen Meisterfeier verpasst und tags darauf durch die Medien erfahren habe, hätte seiner Freude keinen Abbruch getan.

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