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MORGARTEN: Sechzig Jahre – und kein bisschen leise

Die Fasnachtsgesellschaft Morgarten nähert sich dem Pensionierungsalter. Und denkt trotzdem nicht daran, kürzerzutreten. Im Gegenteil.
Die traditionellen Tiroler zu Besuch aus Oberägeri. (Bild Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Die traditionellen Tiroler zu Besuch aus Oberägeri. (Bild Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Wo sonst an der Morgarten-Schlachtfeier und in Feldgrün markige Reden geschwungen werden, prägen am Samstagmorgen kunterbunte Gewänder das Geschehen: Die Fasnachtsgesellschaft Morgarten mit Legoren-Dädi René Müller an der Spitze feiert ihr 60-jähriges Bestehen. Sie lädt deshalb die Fasnachtsgesellschaften von Oberägeri, Alosen, Unterägeri und Sattel sowie ehemalige Räte der Fasnachtsgesellschaft Morgarten und den Gemeinderat Oberägeri zur Jubiläumsfeier ein.

Der Tag beginnt in der Festhütte mit einem Apéro riche – Karl Staub vom Restaurant Schäfli in Neuheim hat ein köstliches Risotto zubereitet –, der mit kurzen und rassigen Reden garniert wird. René Müller dankt den Gründern und Vorgängern im Legorenrat und freut sich besonders an der Präsenz von Gründungsmitglied Toni Hotz. Hugo Nussbaumer von der Fasnachtsgesellschaft Unterägeri bedankt sich stellvertretend für alle eingeladenen Fasnachtsgesellschaften.

Jung geblieben
Dass die Fasnachtsgesellschaft Morgarten jung geblieben ist, wird anschliessend auch während des Jubiläumsumzuges und des Bühnenspiels deutlich. Die Harmoniemusik Oberägeri führt den Umzug an. Es folgt der Wagen mit dem Legorenrat, der von René Müller gelenkt wird, flankiert von den beiden Ehrendamen Fabienne Barmettler und Petra Meier. Mit ihm unterwegs sind die Legorenräte Andri Willi, Isabel Raffi, Roli Zeller, Netti Wenger, Martha Röllin und Patrick Iten.

Prinzessin wird nichts geschenkt
Da die Gäste ebenfalls mit eigenen Wagen partizipieren, ist der Jubiläumsumzug grösser und länger als üblich. Er ist lang, aber nie langweilig. Wer 2009 im Koma verschlafen hat, ist nach dem Umzug und dem Bühnenspiel up to date. Nationales und Internationales wie die Minarett-Initiative, die Finanzprobleme der Armee oder der Sport-Wettskandal werden auf originelle Art und Weise und mit aufwendig gestalteten Wagen umgesetzt. Lokales und Regionales prägen das Bühnenspiel. Niemand wird geschont, der Prinzessin auf der anderen Seeseite wird nichts geschenkt – ganz im Gegensatz zu den Kindern, die am Schluss ihr traditionelles Päckli erhalten. Legoren-Dädi René Müller zeigt sich nach dem offziellen Teil zufrieden mit der Jubiläumsfasnacht. «Alles hat bestens geklappt.» Ein Zufall ist das nicht. «Rund die Hälfte der Hauptseer machen in der einen oder anderen Form an unserer Fasnacht mit, und das Brauchtum wird von Generation zu Generation weitergegeben.»

Zum Gelingen der Fasnacht tragen auch und vor allem die Restaurants im Weiler bei, wo bei Musik und Tanz bis in die frühen Morgenstunden getanzt wird. 60 Jahre und kein bisschen leise eben.

Thomas Wyss

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