Motion will Sexualunterricht verbieten

Auch im Kanton Zug regt sich Widerstand gegen den Sexualunterricht auf der Bassistufe. Mit einer Motion wollen Vertreter der SVP diesen gesetzlich verbieten.

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Mit der Einführung des neuen Lehrplans ist eine verbindliche Sexualaufklärung auf der Basisstufe (Kindergarten und Unterstufe) in öffentlichen Schulen vorgesehen. Eine Motion von den Zuger Kantonsräten Manuel Brandenberger und Philip C. Brunner (beide SVP) fordert den Regierungsrat auf, die Schulgesetzgebung zu ergänzen und den Sexualunterricht zu verbieten.

Anstoss für die Motion ist der im Kanton Basel-Stadt bereits gestartete Unterricht mit so genannten «Sexkoffern», die Geschlechtsteile aus Holz und Stoff sowie weitere Gegenstände enthalten und mit denen an den Schulen Aufklärung betrieben werden soll.

Die beiden Kantonsräte begründen ihre Motion damit, dass es keine gesellschaftlich gültigen Normen und Werte im Sexualbereich gebe, und diese schon gar nicht vom Staat definiert würden. «Deren Weitergabe an die eigenen Kinder gehört zum Kernbestandteil des elterlichen Erziehungsrechts. Die Verletzung dieses Rechts durch staatlichen Sexualunterricht greift in verschiedene verfassungsrechtlich garantierte Freiheitsrechte der Eltern und der Kinder ein», heisst es im Motionstext.

pd/bep