MOTION: Zuger Kantonsrat schraubt am Wahlsystem

Kandidaten für die Kantonsratswahlen sollen nur noch in der Gemeinde antreten dürfen, in der sie auch wohnen. Der Rat hat am Donnerstag eine entsprechende CVP-Motion mit 46 zu 28 Stimmen erheblich erklärt.

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Blick in den Zuger Kantonsratssaal: Wird das Parlament der Regierung und ihrer zurückhaltenden Haltung zu den NFA-Vorstössen folgen? (Archivbild Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Blick in den Zuger Kantonsratssaal: Wird das Parlament der Regierung und ihrer zurückhaltenden Haltung zu den NFA-Vorstössen folgen? (Archivbild Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Das neue Wahlsystem machte es möglich: Mit der Einführung des doppelten Pukelsheim ist es im Kanton Zug neu erlaubt, dass ein Kantonsrats-Kandidat beispielsweise in der Gemeinde Neuheim antritt, obwohl er in Rotkreuz wohnt.

Bei den vergangenen Kantonsratswahlen im Oktober 2014 wurde diese Möglichkeit mehrmals genutzt, etwa von der SP. So konnte sie auch in jenen Gemeinden antreten, in der sie gar keine Kandidaten hatte.

Einer Mehrheit der anderen Parteien ist diese Freiheit allerdings ein Dorn im Auge. Die CVP reichte deshalb eine Motion ein, welche eine Korrektur des Wahlsystems verlangt. Unterstützung erhielt sie von den anderen bürgerlichen Parteien und von der Zuger Regierung. (sda)