MURI: Nicht nur für die Kirche eine Premiere

Die neu renovierten Räume der reformierten Kirche sollen künftig für Ausstellungen genutzt werden können. Den Anfang macht der lokale Fotograf Jens Howoldt.

Drucken
Teilen
Der Antelope Canyon in den USA, in Szene gesetzt von Jens Howoldt. Bild: Jens Howoldt (USA, 2010)

Der Antelope Canyon in den USA, in Szene gesetzt von Jens Howoldt. Bild: Jens Howoldt (USA, 2010)

Die Räume im Untergeschoss der reformierten Kirche Muri wurden zu Ausstellungsflächen ausgebaut. Künftig sollen hier wechselnde Künstlerinnen und Künstler ihre Werke präsentieren können. Den Anfang macht der einheimische Jens Howoldt aus Merenschwand. Er bezeichnet sich als Hobbyfotograf, ist die Kamera doch seit 35 Jahren seine ständige Begleiterin. Die Ausstellung, deren Vernissage am Sonntag, 26. Februar, stattfindet, ist seine erste (siehe Box). Dass er damit die neuen Räumlichkeiten einweihen kann, bedeutet ihm viel. «Damit kann ich mir auch den Wunsch erfüllen, meine Bilder einer breiteren Öffentlichkeit vorstellen zu können», freut sich der 52-Jährige. Bisher dienten dazu insbesondere Fotobücher, Vorträge oder Leinwandbilder bei ihm zu Hause.

So bescheiden muss sich Howoldt aber eigentlich nicht geben. Bereits zweimal gewann er einen Preis des Magazins «National Geographic», und seine Werke wurden dementsprechend publiziert. Die beiden prämierten Bilder werden ebenfalls Teil der Ausstellung sein. «Ich bin ab und an auf tollen Reisen und fotografiere viel», so Howoldt. Dass er ein begeisterter Reisender und Bergsteiger ist, beweisen die Aufnahmeorte der Bilder. Diese stammen aus der Schweiz, Nepal, Peru, Frankreich, Polen, Italien, Deutschland und den USA.

Bilder sollen zum Nachdenken anregen

Im Fokus der Kamera steht dabei in erster Linie die Natur. Aber auch historische Bauwerke oder Tiere fotografiert er.

Howoldt ist lokal verankert und Präsident des Vereins Naturfreunde Oberfreiamt. Auch von Ausflügen in die nähere Umgebung im Rahmen des Vereins macht er Bilder. In die Ausstellung schafften es diese aber nicht.

Howoldt hat den Anspruch, dass die Bilder nicht einfach nur schön sein sollen, sondern auch zum Nachdenken anregen. Titel der einzelnen Bilder wie beispielsweise «Luxus: nicht für jeden» zu einer Fotografie des Times Square in New York, oder für ein Bild, das ein Flugzeug zwischen zwei Gebäuden zeigt und «Erinnerung: Freund oder Feind» heisst, verstärken diese Tendenz noch. «Ich halte grundsätzlich alles fest, was ich als interessant und schön erachte.» Auch überlege er sich bereits vor einer Reise, was er mit den Bildern anschliessend machen will. «So ergibt sich eine durchgehende Arbeit für Fotobücher und Vorträge», erklärt der erfahrene Fotograf.

Ausstellung dauert neun Monate

Sein Hobby bildet für ihn, der als Techniker und Verkaufsleiter einer Metallbaufirma im Freiamt arbeitet, den idealen Ausgleich zum Büroalltag.

Für die Ausstellung, die vom 26. Februar bis zum 11. November 2017 dauern wird, ist schon fast alles bereit. «Die Bilder müssen nur noch aufgehängt werden», sagt der Künstler. Seine Werke können auch gekauft werden. Ein Teil des Erlöses geht an die reformierte Kirche Muri.

 

Carmen Rogenmoser

carmen.rogenmoser@zugerzeitung.ch