Museum Burg Zug
Die Sonderausstellung kann man sich jetzt auch am Computer ansehen

Für «Schnee war gestern ‒ in den Voralpen» besteht seit kurzem ein digitaler 3D-Rundgang.

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(bier) Das Museum Burg Zug ist zurzeit aufgrund der Covid-19-Verordnung geschlossen. Dennoch können Interessierte sich die aktuelle Sonderausstellung «Schnee war gestern ‒ in den Voralpen» ansehen.

Werbeplakate für Skigebiete in und um die Region ab 1910 an der Sonderausstellung «Schnee war gestern – in den Voralpen»: Sie waren damals das wichtigste Mittel für die touristische Vermarktung der Schweiz in der ganzen Welt.
11 Bilder
Postkarten aus den Voralpenregionen wurden früher, als Familien fast jedes Wochenende auf die Schneepisten gingen, so oft wie heute Bildnachrichten mit dem Handy verschickt.
Mit manchen Skimodellen aus der Anfangszeit des Skisports würde man heute schwer einen Berg herunterkommen. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts fuhr man damit sogar teilweise Skirennen.
Flächenfarbige Einteiler und Keilhosen sind die neuste Mode des Wintersports in den Boomjahren der 1970er- und 1980er-Jahre.
Schneeschuhe mit angemachten Bergschuhen der Schweizer Armee in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ausgestellt an der Sonderausstellung «Schnee war gestern – in den Voralpen».
Frohr der Zuger- oder Ägerisee einmal zu, entstand auf der Eisfläche ein richtiges Volksfest mit Tausenden von Schlittschuhläufern. Im 20. Jahrhunder frohr der Zugersee allerdings nur zwei Mal zu und der Ägerisee vier Mal.
Auch Pferdeschlitten waren auf scharfen Kufen unterwegs: Ein Bild von einem Pferdeschlitten vor der Zuger Altstadt aus dem Jahr 1929 ist an der Sonderausstellung «Schnee war gestern – in den Voralpen» zu sehen.
Das «Lehrbuch des Skilaufes» ist ein Daumenkino-Buch von Leo Born aus dem Jahre 1949, das die richtige Vorgehensweise und Haltung beim Skifahren aufzeigt.
In einem Teil der Sonderausstellung «Schnee war gestern – in den Voralpen» kann man sich in einen alten Skilifts setzen und Filmbeiträge schauen. Der Skilift übertrug etwa in der Mitte des 20. Jahrhunderts die Prinzipien der Industrie auf den Berg.
Eine Billettezange und Skiliftbillette aus den 1970er-Jahren zu sehen an der Sonderausstellung «Schnee war gestern – in den Voralpen»
Zwei senkrechte Bretter als Kufen und ein Sitzbrett bilden die ursprüngliche Form der Kinderschlitten, die es bereits schon im 18. Jahrhundert gab. Wohlhabende Familien leisteten sich kunstvolle Schlitten mit beispielsweise geschnitzten Tierköpfen.

Werbeplakate für Skigebiete in und um die Region ab 1910 an der Sonderausstellung «Schnee war gestern – in den Voralpen»: Sie waren damals das wichtigste Mittel für die touristische Vermarktung der Schweiz in der ganzen Welt.

Bild: Maria Schmid (Museum Burg Zug, 23. November 2020)

Wie die Verantwortlichen des Museums mitteilen, haben sie in Zusammenarbeit mit der Chamer Fotografin Heike Witzgall einen 3D-Rundgang durch die Sonderausstellung erstellt. Auf der Website www.burgzug.ch ist der Zugang zum virtuellen Museumsbesuch zu finden.

«Besucher bewegen sich frei durch die Ausstellungsräume und mit einem Klick auf die Infopunkte können die Videos und Audios aus der Ausstellung angesehen und angehört werden», heisst es in der Mitteilung weiter.

Schulklassen willkommen

Gemäss den aktuellen Bestimmungen des Bundes seien Besuche von Schulklassen mit Kindern bis 16 Jahre im Museum weiterhin möglich. Das Museum Burg Zug bietet für solche Klassen Führungen an. Anmeldungen werden ausschliesslich online via Anmeldeformular entgegengenommen.