Museum Burg Zug schliesst die Sonderausstellung – virtuell kann man sie dennoch sehen

Das Museum Burg Zug beendet die Sonderausstellung «Ernstfall! Die Schweiz im Kalten Krieg» vorzeitig. Ab dem 4. April kann man sie sich die Ausstellungsstücke aber zu Hause anschauen.

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Blick in die Ausstellung «Ernstfall! Die Schweiz im Kalten Krieg».

Blick in die Ausstellung «Ernstfall! Die Schweiz im Kalten Krieg».

Bild: Museum Burg Zug/A. Odermatt

(haz) Im Ausstellungzeitraum vom 19. Juni 2019 bis 16. März besuchten insgesamt 13‘773 Personen das Museum. 764 Personen nutzten das Angebot des Rahmenprogramms (21 Veranstaltungen). 44 Schulklassen aus der gesamten Schweiz buchten ein Vermittlungsangebot, wie das Museum Burg Zug am Freitag, 26. März, mitteilte. Es wurden 88 Führungen und Workshops durchgeführt. Das Museum schliesst nun aufgrund der Situation rund um das Coronavirus die Ausstellung vorzeitig. Schon vorher wurden alle Veranstaltungen bis Ende April abgesagt. Während der Museumsschliessung fielen 41 öffentliche und private Veranstaltungen aus.

Um Interessierten trotz Museumsschliessung und vorzeitigem Abbau einen Zugang zur Sonderausstellung zu ermöglichen, erstellt das Museum Burg Zug in Zusammenarbeit mit der Fotografin Heike Witzgall aus Cham einen virtuellen 3D-Rundgang durch die Ausstellung. Dieser ist ab dem 2. April 2020 auf der Website des Museums Burg Zug (www.burgzug.ch) aufgeschaltet.

Eine Art virtuelles Puppenhaus

Der virtuelle 3D-Rundgang durch die Sonderausstellung ist individuell begehbar und bringt dank der hochauflösenden Matterport-Technologie die Objekte und Ausstellungstexte gestochen scharf und detailliert auf den Bildschirm zu Hause. Voraussetzung ist lediglich ein internettaugliches Gerät. Dann kann jeder und jede in einer Art virtuellem Puppenhaus nach Lust und Laune durch die verschiedenen Ausstellungsbereiche klicken.

Für das Museum Burg Zug bietet die Zusammenarbeit mit Heike Witzgall und der Matterport-Technologie (www.witzgall-3d.com) eine Möglichkeit, allen Interessierten doch noch zu einem Ausstellungsbesuch zu verhelfen, auch wenn sie nun wegen der Situation rund um das Coronavirus zu Hause festsitzen. Gleichzeitig betritt das Museum Burg Zug Neuland in der Museumslandschaft des Kantons Zug und nutzt die digitalen Chancen zur Erweiterung des traditionellen Museumsangebots.

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