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MUSICAL: Die Zuger Kate auf der «Titanic»

Zum dritten Mal steht die Zuger Schauspielerin Eveline Suter auf der See­bühne in Walenstadt. Die Anforderungen sind diesmal etwas anders als üblich.
Die Zugerin Eveline Suter wird in Walenstadt in der Rolle der Kate zu sehen sein. (Bild: swiss-image.ch/Andy Mettler)

Die Zugerin Eveline Suter wird in Walenstadt in der Rolle der Kate zu sehen sein. (Bild: swiss-image.ch/Andy Mettler)

Andreas Fässler

Bregenz, Mörbisch, Thun, Walenstadt – sie alle sind ein Begriff für Open-Air-Kultur, für ihre Seebühnen. Unter freiem Himmel und oft mit der Landschaft als Teil der Kulisse sind solche Aufführungen am und auf dem Wasser stets ein Erlebnis der anderen Art. Letztgenannte Seebühne auf dem Walensee feiert heuer ihr zehnjähriges Bestehen – mit einem weiteren Kassenschlager: Das Musical «Titanic» von Maury Yeston wurde im April 1997 uraufgeführt. Der gleichnamige Spielfilm mit Leonardo di Caprio und Kate Winslet kam kurz darauf im selben Jahr in die Kinos. Die Premiere in Walenstadt am kommenden Mittwoch ist bereits ausverkauft.

Arbeiten im Ensemble

Zum dritten Mal steht die Zuger Schauspielerin Eveline Suter in Walenstadt auf der Bühne – in der Rolle der Kate. In der untersten Klasse reisend, dient sie einer feinen Dame aus der ersten Klasse als Hundezofe. Es ist eine der wichtigsten Rollen in diesem Musical, «aber die Hauptrolle würde ich es nicht nennen», sagt Eveline Suter. «Eigentlich gibt es in diesem Stück gar keine klassische Hauptrolle.» Ganz anders als im Film nämlich besteht das ganze Musical aus parallelen Geschichten, die sich auf den unterschiedlichen Decks der Titanic abspielen. «Im Vordergrund dabei stehen die Klassenunterschiede und was sich zwischen ihnen alles zuträgt. Das Musical ist an sich ein riesiges Ensemblestück.» Und das bringt für die Zugerin ganz andere Herausforderungen mit sich, als wenn sie eine klassische Hauptrolle einstudiert. Eveline Suter: «Eine grosse Anforderung an die Schauspieler besteht darin, dass sie saubere Übergänge zur nächsten Geschichte schaffen, die sich ganz woanders auf dem Schiff abspielt. Das Geschehen wird sozusagen hin- und hergereicht.» Für die 36-Jährige ist es zudem eine willkommene Abwechslung, für einmal mehr im Rahmen einer En­sembleproduktion als solistisch zu agieren.

Und was schätzt die Zugerin besonders an der Walensee-Bühne, auf der sie bereits 2012 als Berta von Bruneck in «Tell» und 2014 als Eliza Doolittle in «My Fair Lady» zu sehen war? Ganz klar: «Die fantastische Landschaftskulisse im Hintergrund und der See selbst. Das ist, als könnte ich Arbeit und Ferien verbinden.» Und dann ist da noch das aufwendige Bühnenbild in Walenstadt, welches auch dieses Jahr wieder von Christoph Weyers gestaltet worden ist. Selbstredend besteht das Bühnenbild primär aus einem grossen Schiff. Auf vier Stockwerken findet die Handlung statt. «Und Christoph Weyers arbeitet gerne mit Drehbühnen. So auch dieses Jahr wieder.» Eveline Suter ist begeistert von der ganzen Aufmachung und freut sich auf die 22 Vorstellungen in Walenstadt.

Zurück nach New York

Danach plant Eveline Suter einen weiteren Aufenthalt in New York. Anfang 2015 hatte sie am dortigen The York Theatre ein kurzzeitiges Engagement. «Um in Amerika aber künstlerisch Fuss fassen zu können, muss man länger dort verweilen», weiss sie. Und Engagements von der Schweiz aus zu erhalten, sei schwierig. Deshalb will sie mindestens ein halbes Jahr drüben bleiben. «Meinen Mann konnte ich überreden mitzukommen», sagt sie schmunzelnd, «und der Hund wird auch dabei sein.» In den USA angekommen, wird sich Eveline Suter vor Ort in Ruhe umsehen, was ihr für Möglichkeiten offenstehen. Ob im Bereich Musical, Theater oder auch vor der Kamera für TV-Produktionen – festlegen will sie sich nicht. «Für mich persönlich ist meine Vielseitigkeit wichtig», sagt Eveline Suter. «Um künstlerisch nicht ‹müde› zu werden.»

Hinweis

«Titanic» auf der Walensee-Bühne in Walenstadt. Vorstellungstermine und Tickets unter www.walenseebuehne.ch; www.evelinesuter.ch

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