Nach dem Lachen kamen die Tränen

Obwohl es eher eine heisse Fasnacht war, ging es in Oberägeri züchtig zu und her.

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Kunterbunter Mix: Kleine und grosse Legoren am Umzug in Oberägeri. (Bild: Maria Schmid/Neue ZZ)

Kunterbunter Mix: Kleine und grosse Legoren am Umzug in Oberägeri. (Bild: Maria Schmid/Neue ZZ)

Die Sonne scheint zwar nicht mehr, als die Oberägerer gestern Abend ihre Fasnacht «vergraben», aber es ist fast noch hell. Legorenvater Michi I. Rogenmoser und Spielleiter Urs Iten alias Hans-Kuonis von Stockach freuen sich über eine rundum gelungene Fasnacht. Ein Zuschauer sprach gar von einer «heissen Fasnacht» – was allerdings verkennt, dass es am Oberägerer Umzug züchtig zu- und hergeht.

Auf dem Wagen der Gruppe Hagen, die sich über das lecke Dach des Singsaals lustig macht, zeigte sich ein bekannter Oberägerer in einem selbst gestrickten Turnkleidchen. Das als sexy zu bezeichnen, wäre aber übertrieben – zumal der Anblick dadurch getrübt wurde, dass er neben Orangen auch grosszügig Wasser abwarf.

Bild: Maria Schmid/Neue ZZ
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Doch nicht so lang?

Die Hängebrücke im Sattel wurde von der Gruppe Haltenbühl thematisiert. Die, so wird beim Bühnenspiel erwähnt, nicht die längste der Welt, aber doch die längste Europas sei. Sogar das schien, so ist zu vernehmen, einem Ägerer zu lang, weil er es vorzog, zuerst einmal seine Frau mit Hund über die Hängebrücke laufen zu lassen.

Die Wohnbauförderung im Riedmattli wird von der Gruppe Alisbach zur Wohnbauforderung. In der Ronismatt (Bohrinsel Deepwater) steht BP für Big Problem. Die Gruppe Müller Gutschi zieht mit Ross und Wagen durchs Dorf (200 Jahre Oktoberfest) und lässt durch kräftige Fräuleins – die auffallende Ähnlichkeit mit bekannten Oberägerern haben – köstlichen Gerstensaft ausschenken. Die Gruppe Hofmatt/Steinbruch nimmt sich des rauchenden Vulkans an. Hier fällt die Ehrendame der letztjährigen Fasnacht auf, die nun als Stewardess für Stimmung sorgte. Ihr Grossvater, ein ehemaliger Legorenvater, klärt den Journalisten freundlich, aber bestimmt darüber auf, dass die Tiroler in Oberägeri eben Tiroler heissen – und nicht Nüssler, wie über die Fasnacht Alosen irrtümlich vermeldet.

Die Guggenmusigen Papageno und F’Ägerer begleiten den Umzug, bei dem Kinder der Grundstufe und der Primarschule als Clowns und Chinesen mit Drachen gute Figur machten, was unterstreicht, dass ein begeisterter Fasnachtsnachwuchs nachkommt. Ein sechsjähriger Knabe weinte ob dem Ende der Fasnacht aber bitterlich – und freute sich kurz danach bereits schon auf die 177. Legorenfasnacht im 2012.

Thomas Wyss / Neue ZZ