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NACHTLEBEN: Polizei verstärkt ihre Präsenz

Die Zuger Polizei registriert immer mehr Delikte gegen das Betäubungsmittelgesetz. Auch an der Fasnacht ist das ein Thema.
Harry Ziegler
Die Polizei wird an der Fasnacht gezielt Verkehrskontrollen durchführen. (Bild Stefan Kaiser)

Die Polizei wird an der Fasnacht gezielt Verkehrskontrollen durchführen. (Bild Stefan Kaiser)

Harry Ziegler

Für die Fasnächtler beginnt mit dem heutigen Schmutzigen Donnerstag eine grossartige Zeit. Doch da wird auch mit Alkohol und anderen Substanzen gefeiert. Mit den unterschiedlichsten Folgen für den einzelnen Fasnächtler. Während der eine nach durchzechter Nacht Bus oder Taxi nimmt, um nach Hause zu kommen, setzen sich andere hinters Lenkrad des eigenen Autos. Mit manchmal bösen Folgen.

«Grundsätzlich hat die Polizei den Auftrag, bei festgestellten Delikten zu intervenieren», erklärt Marcel Schlatter, Mediensprecher der Zuger Strafverfolgungsbehören. Das gelte für sämtliche Bereiche. Die Zuger Polizei wird während der Fasnachtstage das Augenmerk speziell auf Alkohol und Drogen im Strassenverkehr legen. Es sei natürlich bekannt, dass während der Fasnacht vermehrt Alkohol oder Drogen konsumiert würden. Man mache während der Fasnachtstage gezielt Verkehrskontrollen und überprüfe die Fahrfähigkeit von Automobilisten. Sicher ist gemäss Schlatter: Die Zuger Polizei wird an verschiedenen Fasnachtsveranstaltungen im Kanton Zug präsent sein.

Kombination von Drogen

Die Wissenschaft bestätigt: Der Konsum verschiedenster Drogen während Partynächten in der Schweiz ist hoch. Eine aktuelle Studie des Schweizer Instituts für Sucht- und Gesundheits­forschung (ISGF) der Universität Zürich zeigt entsprechende Zahlen. Über 2300 Interviews, die 2012 und 2013 in allen Sprachregionen der Schweiz an Partys geführt wurden, werteten die Zürcher Forscher aus. Resultat: Zwei Drittel der Befragten gaben an, während einer Party mindestens zwei Drogen zu konsumieren. In den meisten Fällen Alkohol und Cannabis, aber auch Cannabis und Ecstasy oder Ecstasy und Amphetamin. Gemäss Studie erhöhe der Mischkonsum von Drogen das bereits durch den Konsum einer Droge vorhandene Risiko.

«Markanter Anstieg»

Die Aussagen der Studie lassen sich auch auf die Partyszene in der Zentralschweiz übertragen. Gemäss Kriminalstatistik wurde beispielsweise im Kanton Zug in den Jahren 2012 und 2013 ein Anstieg der Betäubungsmitteldelikte festgestellt. «Dieser Anstieg ist markant», sagt Marcel Schlatter. 2012 wurden 964, 2013 bereits 1104 Betäubungsmitteldelikte registriert. Zum Vergleich: Die Kriminalstatistik der Zuger Polizei weist für 2005 325 und für 2006 350 Verstösse gegen das Betäubungsmittelgesetz aus.

Fokus auf dem Handel

Der Fokus der Zuger Behörden liegt jedoch nicht primär auf der Verfolgung der Konsumenten. Cannabis-Konsumenten können seit Oktober 2013, wenn sie erwischt werden, mit einer Ordnungsbusse belegt werden. «Wir setzen vielmehr konsequent auf die Verfolgung der Drogenhändler», erklärt Schlatter. Deshalb sei einerseits die Zahl der Betäubungsmitteldelikte angestiegen. «Andererseits gibt es deshalb in Zug keine offene Drogenszene.»

Im Zuger Kantonsspital konstatiert man in der Notaufnahme gemäss Auskunft keine medizinische Zunahme von Notfällen wegen Drogenkonsums. Dies dürfte damit zusammenhängen, dass die Zuger Polizei gegen den Drogenhandel vorgeht. Allerdings sei dieser einer ständigen Veränderung unter­worfen, erklärt Schlatter. «Die Händler sind gut organisiert.» Deren Hotspots seien der Polizei bekannt und würden regelmässig kontrolliert.

Im Kanton Luzern hingegen wurden bei Straftaten gegen das Betäubungsmittelgesetz sinkende Fallzahlen regis­triert: 2012 fanden 2659 und im Jahr darauf 2424 derartige Straftaten Aufnahme in die Luzerner Kriminalstatistik. «Diese Schwankungen sind nichts Ungewöhnliches», sagt Urs Wigger, Mediensprecher der Luzerner Polizei. Mittelfristig bewegten sich die Zahlen jeweils in diesen Bereichen. Auch Wigger erklärt, dass die Luzerner Polizei, wie die Kollegen in Zug, primär den Drogenhandel zu unterbinden suche und nicht einzelne Konsumenten verfolge.

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