Raiffeisenbank Zug: Nähe zu den Kunden wird gepflegt

Das vergangene Geschäftsjahr der Raiffeisenbank Zug wurde von strategischen Änderungen geprägt. Die Bilanzsumme ist um 1,07 Milliarden Franken gestiegen.

Martin Mühlebach
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Die diesjährige Mitgliederversammlung der Raiffeisenbank Zug, die am Montag, 18. März, in der vollbesetzten Waldmannhalle in Baar stattfand, begann mit einer Überraschung: Der Willkommensgruss und die Bekanntgabe des Ablaufs der Mitgliederversammlung wurde von dem auf der Bühne stehenden Roboter «Raiffi» vorgenommen. Die Überraschung glückte.

Alle Anwesenden waren hellwach, als der Verwaltungsratspräsident der Raiffeisenbank Zug, Max Uebelhart, das Wort ergriff. Er betonte: «Das vergangene Geschäftsjahr der Raiffeisenbank Zug mit ihren Geschäftsstellen in Baar, Zug und Walchwil wurde von strategischen Änderungen geprägt. Unsere Bank ist nach wie vor gut aufgestellt. Der Jahresgewinn der Raiffeisenbank Zug beträgt 0,9 Millionen Franken.»

Strategische Veränderungen

Matthias Brunner, der Vorsitzende der Bankleitung der Raiffeisenbank Zug, erläuterte die von Max Uebelhart angesprochenen strategischen Veränderungen. Brunner definierte drei Handlungsfelder. Er sagte: «Die Raiffeisenbank Zug will bei der Finanzierung von Wohneigentum mehr sein als der verlässliche und finanzielle Teil. Wir bauen unsere Dienstleistung rund um das Thema Wohnen kontinuierlich zum Begleiter und Partner in allen Lebenslagen aus.»

Ein zweiter wichtiger Entscheid sei im Zusammenhang mit der Geschäftsstelle in der Stadt Zug gefallen. Um noch näher bei ihren Kundinnen und Kunden zu sein, ziehe man ins Bahnhofgebäude ein. Der Umbau habe vor vier Wochen begonnen, bereits im Juni solle die neue Geschäftsstelle, konsequent als Beraterbank konzipiert, eröffnet werden.

Die Vision «Reden Sie mit uns über Ihr Leben» habe sich im vergangenen Geschäftsjahr erfreulich entwickelt. Besonders im Bereich Finanzplanung seien grosse Fortschritte erzielt worden. Deshalb seien die mittlerweile sehr gefragten Dienstleistungen im Bereich der Finanzplanung ausgebaut worden.

Die strategischen Veränderungen zeigen deutlich, dass die Raiffeisenbank Zug grossen Wert auf die Nähe zu ihren Kunden legt.

Kerngeschäft gewachsen

Matthias Brunner verwies anschliessend auf die erfreuliche Entwicklung im Kerngeschäft. Er sagte: «Die Raiffeisenbank Zug hat das stetige und kontrollierte Wachstum bei den Hypothekarforderungen auch im Jahr 2018 fortgesetzt. Sie sind um 1,6 Prozent auf 929,9 Millionen Franken gestiegen.» Auf der Ertragsseite stäche vor allem der um 13,5 Prozent gestiegene Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft ins Auge. Demgegenüber hätte man beim Zinserfolg einen Rückgang von 545000 Franken zu beklagen. «Die Negativzinszahlungen sowie zusätzliche Transaktionskosten für die Zinsabsicherung von 700000 Franken haben das Zinsgeschäft massiv belastet.» Die Einbussen aus dem Zinsgeschäft, sowie die Sondereffekte beim Geschäftserfolg, seien deshalb um 14,1 Prozent tiefer ausgefallen als im Vorjahr, erklärte Brunner.

Andreas Landtwing neuer Verwaltungsrat

Als Nachfolger für den, an der Mitgliederversammlung 2017 als Mitglied des Verwaltungsrates gewählten Baarer Kantonsrates Pirmin Frei, der vor einem Jahr völlig überraschend verstorben ist, schlug Max Uebelhart den Zuger Andreas Landtwing vor. Die schriftliche Wahl wird in Kürze beendet. Da Andreas Landtwing über immense berufliche Erfahrung verfügt, dürfte seine Wahl unbestritten sein, zumal kein Gegenkandidat um das Amt buhlt.