Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

NAMENSSTREIT: Zuger Gericht rüffelt Regierung wegen «Kirschtortenplatz»

Neues Kapitel im Streit um den Zuger "Kirschtortenplatz": Das kantonale Verwaltungsgericht hat entschieden, dass Stadt- und Regierungsrat bei der Umbenennung des Platzes falsch vorgegangen sind. Damit wird die Sache zurück an den Regierungsrat geschickt.
Der Stadtrat will diesen (nördlichen) Teil des Bundesplatzes in Kirschtortenplatz umbenennen. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

Der Stadtrat will diesen (nördlichen) Teil des Bundesplatzes in Kirschtortenplatz umbenennen. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

Der Verwaltungsgericht tadelt vor allem den Zuger Regierungsrat, wie aus dem Urteil zu entnehmen ist, über das am Montag auch die "Neue Zuger Zeitung" berichtete.

Die Regierung habe eine fundierte Begründung unterlassen, ob das Ermessen des Stadtrates richtig gehandhabt worden sei, also ob eine Umbenennung in "Kirschtortenplatz" wirklich angemessen ist.

Das Verwaltungsgericht bezeichnet dies als formelle Rechtsverweigerung und damit als Rechtsverletzung. Die Beschwerde der "Kirschtortenplatz"-Gegner sei deshalb gutzuheissen.

Gericht zweifelt öffentliche Akzeptanz an

Kritik gibt es allerdings auch für den Zuger Stadtrat. Dieser sei beim von ihm neu benannten "Kirschtortenplatz" von einer "bis anhin namenlosen Örtlichkeit" ausgegangen. Dem sei aber nicht so. Dieser Teil der Parzelle gehöre zum Bundesplatz. Eine Namensänderung dürfe deshalb nur aus öffentlichem Interesse erfolgen.

Zudem sei es keineswegs gesichert, dass der neue Name in der Öffentlichkeit akzeptiert werde. Es genüge nicht, dass der Name nicht anstössig oder nicht lächerlich sei.

Weiterzug ans Bundesgericht möglich

Der Streit um den "Kirschtortenplatz" geht also zurück an die Vorinstanz, den Regierungsrat, der nun über die Bücher muss. Will er das nicht, kann er den Verwaltungsgerichts-Entscheid aber auch weiterziehen. Dann müsste sich das Bundesgericht mit dem Stück Asphalt beschäftigen, der zu Ehren der Torte umbenannt werden soll.

Ein Anwohner wehrt sich seit über einem Jahr gegen den neuen Namen, den die Stadt Zug auf Wunsch der Bäcker und Konditoren einführen will. Das schnapstriefende Gebäck feierte 2015 seinen hundertsten Geburtstag. Erfunden wurde die Kirschtorte 1915 von einem Bäcker, der seine Konditorei in unmittelbarer Nähe zum geplanten Kirschtortenplatz hatte. (sda)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.