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Nationale Wahlen: Die SP Kanton Zug füllt gleich mehrere Listen

Die Sozialdemokraten haben nominiert: Als Ständerätin soll Barbara Gysel und als Nationalrätin Christina Bürgi Dellsperger nach Bern. Eine Listenverbindung geht die SP mit der Alternative – die Grünen ein.
Andrea Muff

Kantonalpräsidentin Barbara Gysel liess am Parteitag der SP Kanton Zug am Dienstagabend gleich zu Beginn die Katze aus dem Sack: Die Partei will mit sechs vollen Listen in den Nationalratswahlkampf ziehen. Eine siebte Liste hat die Jungpartei Juso durch eine eigenständige Nomination gefüllt. Barbara Gysel erinnerte, dass die Strategie mit mehreren Listen bereits bei den letzten nationalen Wahlen aufgegangen sei: «Mit vereinter Kraft bieten wir eine grosse Vielfalt.»

Zugpferd der Hauptliste «SP Kanton Zug» ist die Diplomatin Christina Bürgi Dellsperger aus Risch. Mit ihr stehen Urs Bertschi, SP-Fraktionschef im Grossen Gemeinderat Stadt Zug, und Kantonsrätin Isabel Liniger (Baar) ebenfalls auf der Liste. Bürgi Dellsperger kandidiert bereits zum dritten Mal für den Nationalrat. «Einer meiner zwei Jugendträume war, Diplomatin zu werden. Der andere ist als Nationalrätin gewählt zu werden», verriet die Kandidatin am Parteitag. Für die Auslandschweizerin ist klar, bei einer Wahl ziehe sie zurück in den Kanton Zug. «Denn hier ist mein Lebensmittelpunkt.»

Urs Bertschi, Christina Bürgi Dellsperger und Isabel Liniger kandidieren für den Nationalrat, Barbara Gysel für den Ständerat (von links). (Bild: Andrea Muff, Zug, 28. Mai 2019)

Urs Bertschi, Christina Bürgi Dellsperger und Isabel Liniger kandidieren für den Nationalrat, Barbara Gysel für den Ständerat (von links). (Bild: Andrea Muff, Zug, 28. Mai 2019)

Die Strategie der Genossen ist klar: Sie wollen einen linken Sitz in Bern. Dem Grundsatz stimmten die Parteimitglieder zu. Jedoch kam es beim Antrag, ob die SP mit der Alternative – die Grünen (ALG) eine Listenverbindung eingehen soll, zu einer kurzen Diskussion. Meinrad Huser, Mitglied der Geschäftsleitung, machte klar, dass er davon nicht viel halte. Alt Stadtrat Eusebius Spescha entgegnete: «Ohne Listenverbindung müssen wir gar keinen Wahlkampf führen.» So sah es auch die Mehrheit der Anwesenden, und sie stimmten mit einer Gegenstimme für die Listenverbindung. Mit der Juso gehen sie eine Unterlistenverbindung ein.

Kantonalpräsidentin Barbara Gysel stellte sich für die Ständeratswahl zur Verfügung, obwohl sie sich in Anbetracht der Kandidaturen von Matthias Michel und Heinz Tännler nicht viele Chancen ausrechne. Sie wurde mit Applaus nominiert.

Auf den fünf Nationalratslisten sind ein paar bekannte Namen. SP Zug nach Bern: Barbara Gysel (Zug), Dolfi Müller (Zug), Eusebius Spescha (Zug); SP 60+: Armin Jans (Zug), Guido Suter (Walchwil), Beat Iten (Unterägeri); SP für den Klimaschutz: Jérôme Peter (Zug), Fabian Freimann (Hünenberg), Oliver Ranger (Zug); SP Frauen: Simone Hutter (Baar), Virginia Köpfli (Hünenberg), Jeannette Simeon-Dubach (Walchwil); SP Männer: Alois Gössi (Baar), Rupan Sivaganesan (Zug), Christian Hegglin (Zug).

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