NATIONALSTRASSEN: Beschwerden-Rückzug: Bau kann beginnen

Die Beschwerden gegen den Sechsspurausbau der A4 werden zurückgezogen. Im Gegenzug ist die Regierung eine Verpflichtung eingegangen.

Drucken
Teilen
Die Ausfahrt Blegi. (Archivbild Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Die Ausfahrt Blegi. (Archivbild Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

«Es kann losgehen.» Baudirektor Heinz Tännler ist glücklich. Die zwei Beschwer­den, die gegen die Bewilligung des Sechsspurausbaus der A4 zwischen den Verzweigungen Blegi und Rütihof vor Bundesverwal­tungsgericht eingereicht worden sind, werden zurückgezogen.

Damit ist der Weg frei für den Bund, die Realisierung voranzutreiben. Bereits diesen Herbst sollen die Bagger auffahren.

Kantonsrat wird entscheiden
Um eine Einigung zu erzielen, seien intensive Gespräche geführt worden, sagte Tännler. Im einen Fall sei es um Lärmfragen gegangen. Die andere Beschwerde stammt von der Waldgenossenschaft Städtli Cham. Diese moniert zum einen die fehlende ökologische Vernetzung, zum anderen hinterfragt sie die zweite Ausfahrtsspur zwischen Lindencham und dem Anschluss Zug. Letztere können die Einsprecher nun akzeptieren.

Hauptargument für den Rückzug der Beschwerde ist aber, dass sich die Regierung verpflichtet hat, dem Kantonsrat einen Kreditantrag für einen Wildtierkorridor für die ökologische Vernetzung des Städtlerwaldes vorzulegen.

Yvonne Anliker

Mehr zum Thema lesen Sie am Freitag in der Neuen Zuger Zeitung.