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NATUR: In Zuger Wäldern flattert es nachts

Im Kanton leben zwölf Fledermausarten. Das hat eine Erhebung über fünf Jahre gezeigt. Die Ergebnisse sprechen auch für die Gesundheit der Zuger Wälder.
Samantha Taylor
Fledermäuse ernähren sich von Insekten. Diese gibt es offenbar in den Zuger Wäldern reichlich. (Symbolbild: Dietmar Nill)

Fledermäuse ernähren sich von Insekten. Diese gibt es offenbar in den Zuger Wäldern reichlich. (Symbolbild: Dietmar Nill)

Samantha Taylor

samantha.taylor@zugerzeitung.ch

Die Zuger Wälder sind beliebt – vor allem bei Fledermäusen. Das zeigt eine Erhebung, die das Amt für Wald und Wild des Kantons Zug zusammen mit dem Ver- ein Swild – Stadtökologie, Wild­tierforschung, Kommunikation durchgeführt hat. In fünf Waldnaturschutzgebieten im Kanton wurde die Aktivität der Fledermäuse mittels Ultraschallaufnahmegeräten gemessen. Vorgenommen wurden die Messungen im Zollischlag (Hünenberg), im Zigermoos (Unterägeri und Zug), im Hansenbörter (Walchwil), in der Baarburg (Baar) sowie im Rämsel-Hafenbach (Unterägeri, Zug und Walchwil).

Insgesamt haben die Forscher im Kanton bei den Erhebungen zwölf Fledermausarten nachgewiesen, einige davon sind auf der sogenannten roten Liste als gefährdet verzeichnet. Damit leben mehr Arten im Kanton, als man bisher angenommen hatte. Denn wie aus dem Abschlussbericht des Amts für Wald und Wild hervorgeht, wurden drei Fledermaus­arten zum ersten Mal im Kanton nachgewiesen. «Besonders erfreulich ist, dass die Fransen- und die Nordfledermaus zum ersten Mal nachgewiesen werden konnte», sagt Martin Ziegler, Leiter der Abteilung Schutzwald beim Amt für Wald und Wild und Projektleiter. Es gebe zudem Hinweise, dass die Wimperfledermaus und die ganz neu entdeckte Nymphenfledermaus im Kanton vorkämen. «Das lässt sich aus den Aufnahmen bisher aber nicht abschliessend sagen.»

Tiere als Kontrolle einsetzen

Den nachtaktiven Tieren gefällt es im Kanton aber offenbar nicht überall gleich gut. So war die Aktivität der Tiere an den fünf Messgebieten sehr unterschiedlich. Am meisten Bewegung verzeichneten die Forscher im Zollischlag in Hünenberg. Am wenigsten gab es im Hansenbörter in Walchwil. «Insbesondere Gebiete mit vielfältigen lichten Waldstandorten sowie tot- und altholzreiche Wälder zeigten sich als attraktive Lebensräume für Fledermäuse», erklärt Ziegler. Dies versuche der Kanton bereits heute zu fördern. «Da viele Fledermausarten Baumhöhlen und knorrige Baumstrukturen für ihr Überleben benötigen, eignen sie sich als Messorganismen zur Wirkungskontrolle dieser Fördermassnahmen», erklärt Ziegler.

Die Ergebnisse aus den Zuger Wäldern liefern ausserdem auch Informationen darüber, wie gross der ökologische Wert einer Waldfläche ist. Dies unter anderem aufgrund des Speiseplans der Fledermäuse. Sie ernähren sich von Insekten. «Eine grosse Vorkommensdichte an Fledermäusen und Insekten weist darauf hin, dass das Ökosystem intakt ist», erklärt Ziegler. Die Aufnahme­resultate würden ausserdem den grossen Wert von Waldnaturschutzgebieten belegen und auf zusätzliches Aufwertungspotenzial hinweisen.

Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf 155000 Franken. Der Kanton Zug beteiligt sich daran mit 50000 Franken. Den Rest übernehmen der Bund (75000) und der Verein Swild (30000).

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