Neues Angebot für Senioren: Naturmedizin für den Hausgebrauch

Die Firma Paramed startet am 23. Oktober mit ihrer neuen Seniorenakademie für Naturheilkunde. Das Angebot von rund 70 Kursen richtet sich an Menschen in der zweiten Lebenshälfte. Ziel ist die persönliche Weiterbildung und Anwendbarkeit im Alltag.

Cornelia Bisch
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Die Gründer der Paramed Senak AG (von links): Jürg Hess, Ute Ledermann und Pasquale d’Amelio. (Bild: Maria Schmid (Baar, 4. Oktober 2018))

Die Gründer der Paramed Senak AG (von links): Jürg Hess, Ute Ledermann und Pasquale d’Amelio. (Bild: Maria Schmid (Baar, 4. Oktober 2018))

Wird man älter, schleichen sich manche Gebresten ein, deren Behandlung erhöhte Aufmerksamkeit erfordert. Oft fehlen jedoch trotz bester Absicht die nötigen Kenntnisse. Hier setzt die Firma Paramed AG in Baar mit ihrer neu gegründeten Seniorenakademie an. Ab dem 23. Oktober kann man sich in 70 halb-, ganz- oder mehrtägigen Kursen naturmedizinisch weiterbilden.

Das Unternehmen bildet Naturheilpraktiker aus und führt ein Ambulatorium zur Behandlung von Patienten. «Wir haben so tolle Ausbildungsmodule. Da kam uns die Idee, diese auch für Laien aufzubereiten», erzählt Ute Ledermann, Schulleiterin der Akademie. «Wir sprachen mit unseren Ärzten und Therapeuten. Diese bestätigten uns den Wunsch vieler Menschen über 50, sich aktiver für ihre Gesundheit einzusetzen.»

Gemeinsam mit Jürg Hess, Firmengründer, medizinischer Leiter des Ambulatoriums und Dozent an der Paramed Akademie, sowie Pasquale d’Amelio, Studienberater und Dozent, machte sich Ute Ledermann Gedanken darüber, wie man die verschiedenen Bildungsinhalte an Laien vermitteln könnte, und gründete die Seniorenakademie, die Paramed Senak AG.

Das Kursprogramm geht nun in die erste Runde. Zwischen Oktober 2018 und Juni 2019 finden 70 Kurse zu naturheilkundlichen Themen statt. «Die Ausbildung ist praxisorientiert. Ziel ist die einfache Anwendbarkeit, der direkte persönliche Nutzen für die Teilnehmer», erklärt Ledermann. An der Seniorenakademie werden also keine Therapeuten ausgebildet. Für die Teilnahme sind keine medizinischen Kenntnisse erforderlich. Die Kursabsolventen lernen beispielsweise, mit einer homöopathischen Taschenapotheke umzugehen oder heilende Wickel herzustellen und anzuwenden. «Es finden auch Heilpflanzenexkursionen statt, an denen man Pflanzen sammelt, und diese später zu Heilmitteln verarbeitet», so Ledermann.

Weitere Themen sind Mikronährstoffe im Alter, natürliche Hilfe bei akuten Beschwerden, Akupressur bei Kindern und für den Hausgebrauch, die Wirkung der Geschmäcker auf den Organismus, die Risiken der Polypharmazie im Alter.

Geisteswissenschaftliche und philosophische Themen

«Es gibt auch einen umfassenden Basiskurs mit dem Titel ‹Unser Körper›, dessen Module über ein ganzes Jahr verteilt sind.» Darin werden der Aufbau des Körpers, seine Funktionen und diversen Krankheiten (Anatomie/Physiologie/Pathologie) durchgenommen. «Diese Inhalte können dabei helfen, eine ärztliche Diagnose besser zu verstehen», betont Ledermann. Es werden aber auch geisteswissenschaftliche und philosophische Themen behandelt, beispielsweise im Kurs «Wu Wei – Handeln durch Nichthandeln: Die Kunst in Gelassenheit zu leben», während man sanfte, für den Körper nützliche Bewegungsabläufe im Kurs «Ba Duan Jin – 8 Brokate Qi Gong» trainiert.

Als Dozenten amten vor allem Ärzte und Therapeuten des eigenen Ambulatoriums. Die Kosten belaufen sich auf rund 25 Franken pro Kursstunde.