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Neu twittert auch die Zuger Polizei

Thomas Armbruster ist seit rund 50 Tagen Kommandant der Zuger Polizei. Gestern sprach er über Herausforderungen, Erneuerungen und wichtige Ereignisse in seiner Agenda.
Andrea Muff

Cyberkriminalität, Social Media und komplexe Ermittlungsverfahren: Die Themen auf der Agenda des neuen Kommandanten der Zuger Polizei Thomas Armbruster (51) sind vielfältig. Seit ungefähr 50 Tagen ist er im Amt und lud nun gestern zu einem «Mediencafé» im Gebäude an der Aa in Zug ein. «Ich bin gut in die Aufgaben eingeführt worden und durfte ein motiviertes Korps übernehmen», sagte Armbruster.

Vor dem Amtsantritt war er Chef der Kriminalpolizei in Zug. Das gesamte Korps zu führen, sei schon anders als die Kriminalpolizei, gab er zu. So gehören neu auch strategische Entscheidungen oder politische Themen hinzu. «Das ist sehr spannend», so der Kommandant. 2002 wurde zum letzten Mal die Struktur angepasst – damals schloss sich die Stadt- mit der Kantonspolizei zusammen. Die Aufgaben hätten sich verändert: Digitalisierung, Cyberkriminalität, neue Trendfahrzeuge, um ein paar Herausforderungen zu nennen. «Eine Gesamtüberprüfung der Strukturen ist nötig», sagte Armbruster und verglich die Massnahme mit einem Motor, der auch ab und an überprüft werden müsse. «Ich rede nicht von einer Reorganisation», stellte er klar. «Wir sind gut aufgestellt, müssen aber wissen, wo es Anpassungen braucht und genau hinschauen.»

«Wir werden fast papierlos»

2017 wurden doppelt so viele Anzeigen wegen Cyberdelikten bearbeitet als noch im Vorjahr – die Zahlen von 2018 werden Ende März präsentiert. «Von den Cyberermittlern werden verstärkt auch Ermittlungskompetenzen in den Bereichen von Kryptowährungen wie etwa Bitcoin und Blockchain-Technologie gefordert», so der Kommandant. Momentan gebe es bei der Zuger Polizei zwei Personen, die das technische Know-how und den Spürsinn haben. Da müsse in die Ausbildung investiert werden, machte Thomas Armbruster klar. Die Zuger Polizei baue in diesem Bereich aus. Mit dem Kompetenzzentrum IT Forensik wurde bereits ein Schwerpunkt gesetzt. Dort übernehmen die Zuger die Sicherung, Aufbereitung und Auswertung von elektronischen Daten für die vier Zentralschweizer Kantone Uri, Schwyz, Nid- und Obwalden. Die Digitalisierung macht auch nicht vor der Rapportierung halt: Durch ein neues System und die Einführung der elektronischen Unterschrift soll diese effizienter werden. «Wir werden also fast papierlos», sagte Armbruster schmunzelnd.

Und auch betreffend Kommunikation schlägt die Zuger Polizei einen modernen Weg ein: Ab dem 1. Februar wird sie auch in den Sozialen Medien wie den Plattformen Twitter, Facebook und Instagram präsent sein. Die Polizei möchte damit «noch bürgernaher werden», erklärte Armbruster. Die Social-Media-Kanäle werden grundsätzlich zu Bürozeiten bewirtschaftet: «Bei grösseren Ereignissen auch ausserhalb.» Ein solches Grossereignis wird wohl das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest (Esaf) 2019 in Zug sein. «Wir sind für die Sicherheit im öffentlichen Raum verantwortlich», präzisierte er. Dabei stelle etwa das enge Hertiquartier eine Herausforderung dar. «Ich bin aber überzeugt, das wird harmonisch zu und her gehen.»

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