Neue Chance für Mittelschulstandort Ennetsee

Der Eigentümer des Allmendhofes im Chamer Gebiet Röhrliberg hat sich bereit erklärt, sein Areal dem Kanton abzutreten. Damit eröffnet sich die Möglichkeit, einen Teil der vorgesehenen Mittelschulerweiterung im Ennetsee zu realisieren.

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Neue Ausgangslage in der Diskussion um die künftigen Standorte der Zuger Mittelschulen (Sekundarstufe II): Der Eigentümer des Allmendhofes in Cham hat sich letzten Freitag gegenüber Baudirektor Heinz Tännler per Handschlag bereit erklärt, sein 3,6 Hektaren messendes Areal im Röhrliberg dem Kanton Zug für den Ausbau der Kantonsschulen zu verkaufen. Dies schreibt die Baudirektion des Kantons Zug in einer Medienmitteilung vom Mittwoch. Der Regierungsrat hat der Baudirektion das Mandat erteilt, die Verhandlungen mit dem Grundeigentümer weiterzuführen und das Land vertraglich zu sichern. Alle weiteren Schritte liess die Regierung noch offen.

Ennetsee wieder Option

Mit dem Landangebot eröffnet sich dem Kanton die Möglichkeit, den Standort Ennetsee wieder in die Planungen für den Ausbau der Sekundarstufe II aufzunehmen. Der Röhrliberg war schon 2004 im Richtplan als Standort für mögliche Erweiterungspläne verbindlich eingetragen. Die anschliessenden Landverhandlungen scheiterten dann allerdings an Auflagen der Gemeinde Cham, worauf der Kantonsrat 2008 beschloss, die Erweiterung der Sekundarstufe II in Zug und Menzingen zu planen. Der Standort Ennetsee wurde mangels verfügbarer Landparzellen und wegen der Schulraumnot aus dem Richtplan entlassen.

Und wie geht es mit den laufenden Erweiterungsplanungen für die Standorte Zug und Menzingen weiter? «Da die Objektkredite kurz vor der Überweisung an den Kantonsrat stehen, meine ich, sollten die planerischen Vorarbeiten abgeschlossen werden», sagt dazu Baudirektor Heinz Tännler. Der Regierungsrat werde die Kreditanträge dann solange zurückhalten, bis die Standortfragen definitiv geklärt sind. Von der neuen Ausgangslage nicht betroffen seien einzig der Bau von Provisorien und der Dreifachturnhalle bei der Kantonsschule Zug.

Damit der Regierungsrat das weitere Vorgehen in der Standortfrage festlegen kann, muss die Baudirektion nun die Machbarkeit für den Standort Cham nochmals vertieft analysieren. Zudem wird aufzuzeigen sein, welche Konsequenzen mit einem Schulbau in Cham verbunden wären. Erst wenn alle offenen Fragen ausreichend beantwortet sind, kann laut Tännler auch der Kantonsrat involviert werden.

pd/zim