Neue Standortvorschläge für die Kanti Ennetsee

Die CVP Fraktion richtet sich mit einer Motion an den Regierungsrat, in der sie drei neue Standorte für die Kantonsschule Ennetsee vorschlägt. Zwei in Cham und einen in Rotkreuz.

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Die CVP-Fraktion schlägt das Areal der Pavatex in Cham als einen der möglichen Standorte vor. (Bild: Maria Schmid, 18. Oktober 2016)

Die CVP-Fraktion schlägt das Areal der Pavatex in Cham als einen der möglichen Standorte vor. (Bild: Maria Schmid, 18. Oktober 2016)

Nachdem der Standort Allmendhof/Röhrliberg durch die Chamer Bevölkerung Mitte Februar abgelehnt worden ist, ergreift nun die Fraktionsleitung der CVP bereits die Initiative für eine Neuorientierung. «Eine neue Kantonsschule gehört in den Ennetsee», titelt die Motion an den Regierungsrat, in der die Christlichdemokraten drei neue Standorte in diesem Gebiet vorschlagen. «Bei der Standortsuche haben wir den Kontakt zu Vertretern des Vereins Zug West aufgenommen», erklärt CVP-Fraktionschef Thomas Meierhans.

In Cham wird das Grundstück des ehemaligen Betriebs der Pavatex sowie eines im Bereich der Sportanlagen der Schule Röhrliberg vorgeschlagen. Das Bahnhofareal Süd in Rotkreuz könnte laut Meierhans ebenfalls eine attraktive Variante darstellen. «Diese Gebiete sind bereits im Besitz des Kantons, der Gemeinden oder der SBB», so der CVP-Fraktionschef. Eine aufwendige Umzonung müsste nicht vorgenommen werden. In der Motion seiner Partei bittet er den Regierungsrat, die Machbarkeit für die drei Standorte zu prüfen und die Ergebnisse dem Kantonsrat in einem Bericht vorzulegen. Allfällige weitere, durch den Regierungsrat als geeignet befundene Standorte im Gebiet Ennetsee sollen ebenfalls geprüft werden.

Dort bauen, wo viele Schüler wohnen

«Wir erachten es als sinnvoll, eine neue Kantonsschule dort zu bauen, wo grosse Schülerzahlen bereits heute existieren und in absehbarer Zeit zusätzlich zu erwarten sind», schreibt die Parteileitung. Es sei nicht sinnvoll, die grossen Pendlerströme in Richtung Stadt Zug weiter auszubauen. «Bestenfalls soll eine Schule von möglichst vielen Schülern, Lehrpersonen und Mitarbeitenden per Velo oder zu Fuss erreicht werden können.» Die Zeitkomponente sei insbesondere unter Berücksichtigung der nur schwer steuerbaren Parameter des Wachstums der Mittelschulen massgebend, hält die CVP-Fraktion weiter fest. Auch aus pädagogischen Überlegungen sei der rasche Bau einer neuen Kantonsschule angezeigt. «Die Kantonsschule Zug gehört bereits heute zu den grössten Gymnasien schweizweit.» Ein weiterer Ausbau würde deren pädagogische Entwicklungsmöglichkeiten einschränken, ist Meierhans überzeugt. Die neue Kantonsschule könne in einer Grösse gebaut werden, die eine effiziente Führung des Schulbetriebs zulasse. «Nun bin ich gespannt darauf, was bei den Machbarkeitsstudien herauskommt.»