Kommentar
Neue Töne im Kanton Zug

Zum budgetierten Überschuss von 150 Millionen Franken im Kanton Zug

Harry Ziegler
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Harry Ziegler

Harry Ziegler

Lange mussten die Zugerinnen und Zuger darauf warten, dass sich der Regierungsrat etwas einfallen lässt, wie mit hohen Überschüssen umgegangen werden soll. Vor dem Hintergrund, dass für die kommenden Jahre Mehreinnahmen von jeweils weit über 100 Millionen Franken veranschlagt werden, steigt der Druck, dazu eine Strategie zu präsentieren.

Der Finanzdirektor hat angekündigt, dass sich der Zuger Regierungsrat bis Frühjahr 2020 entsprechende Gedanken machen wird. Intelligent und nachhaltig sollen allfällige Investitionen sein. Sie dürften wohl vornehmlich in den Bereichen Umwelt, Bildung, Gesundheit erfolgen. Damit ist klar, dass den Zugerinnen und Zugern das Geld, mit dem sie zu den Überschüssen des Kantons beitragen, zugute kommen wird. Und dass (noch) nicht laut über eine Senkung des Steuerfusses geredet wird, sind im Kanton Zug ganz neue Töne.

Zwar fordert die SVP eine Steuersenkung, damit den Bürgern zurück gegeben wird, was den Bürgern gehört. Mit dieser Forderung dürfte sie allerdings im Kantonsparlament einen schweren Stand, sind doch alle anderen Fraktionen für einen massvollen, nachhaltigen Einsatz der Mittel.

Die Zuger Regierung hat die Zeichen der Zeit richtig gedeutet. Umwelt, Bildung, Gesundheit sind mittlerweile auch im Kanton Zug die wichtigeren Themen als der stete Tanz ums goldene Steuerkalb.