Neues Theaterformat soll Zugs Kulturszene beleben

Der Zuger Operettensommer hat einen Nachfolger: Im August gibt’s Shakespeare in der Gewürzmühle.

Andreas Faessler
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Etwas Gutes hat der lästige Coronastillstand ja: Er scheint Kreativität und Einfallsreichtum anzuregen. Gravity9, eine Non-Profit-Organisation mit Sitz in Zürich, die Kunst- und Kulturaktionen zur Förderung und Entwicklung des (über-)regionalen Kulturlebens und der kulturellen Teilhabe umsetzt, siedelt ihr neuestes Projekt in der Gewürzmühle Zug an: Es heisst «Ein Zuger Sommernachtstraum» und findet in der zweiten Augusthälfte statt. In wenigen Worten zusammengefasst, handelt es sich um einen sinnlichen Theaterabend in Kombination mit einem Picknick im Freien.

Weiterentwicklung des Zuger Operettensommer

Das Picknick soll ausgewählte kulinarische Köstlichkeiten von lokalen Produzenten umfassen, die von einer einheimischen Köchin eigens für den Theaterabend hergestellt werden. «Unser neues Format versteht sich als Nachfolge und künstlerische Weiterentwicklung des Zuger Operettensommers, der per Ende 2019 nach rund einem Jahrzehnt erfolgreicher Produktionen in der Zuger Gewürzmühle seine Pforten geschlossen hat», erklären die beiden Verantwortlichen Andres Esteban und Hannes Muik von Gravity9. Das Konzept ähnelt demjenigen des Operettensommers: Die Produktion transformiert William Shakespeares berühmte Komödie in eine 90-minütige Freilichttheater-Adaption mit vier Darstellern und zwei Musikern an Klavier und Saxofon.

«Schauspiel, klassischer Gesang und Musik sowie Akrobatik finden in dieser Produktion in Form eines internationalen Ensembles zu einem dynamischen, spartenübergreifenden Miteinander» sagen Esteban und Muik. «Wir sind überzeugt, dass sie die Menschen im August mit ihrem Sommernachtstraum genau dort abholen werden, wo sich durch die jetzige Krise ein beachtliches Defizit entwickelt haben wird.» Programmdetails werden zeitnah in dieser Zeitung publiziert.