Neues Zonensystem für den Kanton Zug

Am 9. Dezember erhält der Kanton Zug ein neues, einheitliches Zonensystem. Auch das Zug- und Busangebot wird massiv ausgebaut.

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Die neuen Tarifzonen im Kanton Zug. (Bild: PD)

Die neuen Tarifzonen im Kanton Zug. (Bild: PD)

Die neuen Tarifzonen im Kanton Zug. (Bild: PD)

Die neuen Tarifzonen im Kanton Zug. (Bild: PD)

Für die Kundinnen und Kunden des Tarifverbundes Zug ändert sich in diesem Jahr mehr als sonst: Der Tarifverbund Zug passt sein 20-jähriges Zonensystem an und verabschiedet sich von den Ringzonen. Wichtigste Neuerung: Für alle Tickets – egal ob Abo oder Einzelticket – gilt dasselbe System. Neu ist jede Gemeinde einer Zone zugeordnet. Durch das neue Zonensystem werden einige Einzeltickets teurer, andere günstiger, wie Vergleichsbeispiele zeigen.

Ab dem 9. Dezember sind Abos, Mehrfahrtenkarten und Tageskarten des Tarifverbunds Zug auch für die einzelnen Zonen erhältlich. Damit könne der Tarifverbund Zug einem immer wieder geäusserten Kundenbedürfnis entsprechen, schreibt er in einer Mitteilung.

Fahrt in alle Richtungen

Mit dem neuen Zonenbillett kann der Bahn- und Buspassagier beliebig viele Fahrten in alle Richtungen innerhalb der gelösten Zone und innerhalb der aufgedruckten Gültigkeitsdauer machen. Und dies mit sämtlichen Verkehrsmitteln des Tarifverbunds Zug: Also mit der PostAuto AG, der SBB, der Zugerbergbahn AG sowie der Zugerland Verkehrsbetriebe AG. Bisher war das Einzelbillett nur in eine Richtung gültig. Die Preise für Einzelbillette und Abonnemente richten sich in Zukunft nach der Anzahl der gewählten Zonen. Je weiter und je länger man fährt, desto mehr kostet das Billett.

S1 im Halbstundentakt

Ab dem 9. Dezember wird auch das öffentliche Verkehrsangebot im Kanton Zug ausgebaut. Neu in Betrieb genommen wird die S-Bahn-Haltestelle Rigiblick. Im Verlaufe des ersten Halbjahres werden aufgrund der Nachfrage an Werktagen einzelne S-Bahn-Züge doppelt geführt. Neu verkehrt auf der Stadtbahnlinie S1 am Abend nach 20 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen eine zweite durchgehende Verbindung pro Stunde zwischen Luzern und Baar. Damit wird an sämtlichen Wochentagen während der gesamten Betriebszeit ein Halbstundentakt auf der S1 angeboten.

In der Stadt Zug werden die Buslinien 11 und 13 zusammengelegt. Der Bus verkehrt durchgehend im 15-Minuten-Takt. Die Buslinie 13 verkehrt nur noch zwischen Bahnhof und Obersack. In Steinhausenfährt der Bus neu ins Gebiet Sennweid und erschliesst drei neue Haltestelle. Die Busse verkehren im Viertelstundentakt. Dieser Takt wird ebenfalls auf den Linien 3, 6, und 11 bis am späteren Abend ausgebaut.

Vom Ägerital direkt nach Baar

Auf der Buslinie 1 (Zug - Oberägeri) werden aufgrund der steigenden Nachfrage von Montag bis Freitag die letzten Lücken zum durchgehenden 15-Minuten-Takt am Vormittag geschlossen. Am Samstag wird der 15-Minuten-Takt eingeführt. Mit der Verlängerung der Buslinie 34 von Allenwinden bis Unterägeri, teilweise sogar bis Oberägeri, erhält das Ägerital ab dem Fahrplanwechsel von Montag bis Freitag während den Hauptverkehrszeiten am Morgen und am Abend direkte Verbindungen nach Baar mit optimalen Anschlüsse nach Zürich und Luzern. Schliesslich wurden auf verschienden weiteren Buslinien – insbesondere im Ennetsee-Gebiet – Verbesserungen vorgenommen. Insgesamt werden gegenüber diesem Jahr 560'000 Kurskilometer zusätzlich angeboten.

pd/rem

Der 11er-Bus der ZVB fährt im 15-Minuten-Takt. (Bild: Werner Schelbert)

Der 11er-Bus der ZVB fährt im 15-Minuten-Takt. (Bild: Werner Schelbert)

Ein Bus der ZVB unterwegs in der Stadt Zug. (Bild: Stefan Kaiser)

Ein Bus der ZVB unterwegs in der Stadt Zug. (Bild: Stefan Kaiser)

Die S-Bahn-Haltestelle Rigiblick wird am 9. Dezember in Betrieb genommen. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Die S-Bahn-Haltestelle Rigiblick wird am 9. Dezember in Betrieb genommen. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)