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Die Neuheimer sind neugierig auf die Schule

Das neue Schulhaus, das vorwiegend von der Oberstufe genutzt wird, ist eingeweiht worden. Es wartet neben miteinander verbundenen Zimmern mit weiteren Besonderheiten auf.
Raphael Biermayr
Neuheimer Schüler singen zur Einweihung. (Bild: Stefan Kaiser (Neuheim, 27. Oktober 2018))
Die Stimmung ist trotz Regens gut. (Bild: Stefan Kaiser (Neuheim, 27. Oktober 2018))
Die Werkräume werden von der Primar- und Oberstufe genutzt. (Bild: Stefan Kaiser (Neuheim, 27. Oktober 2018))
Das neue Schulhaus ist mit dem alten verbunden. (Bild: Stefan Kaiser (Neuheim, 27. Oktober 2018))
Die hellen Räume sind einladend. (Bild: Stefan Kaiser (Neuheim, 27. Oktober 2018))
Über eine Passerelle sind die beiden Schulhäuser verbunden. (Bild: Stefan Kaiser (Neuheim, 27. Oktober 2018))
Für das Schulhaus Dorf II ist ein Baukredit von 5,9 Millionen Franken gesprochen worden. (Bild: Stefan Kaiser (Neuheim, 27. Oktober 2018))
Das Schulhaus ist weitläufig. (Bild: Stefan Kaiser (Neuheim, 27. Oktober 2018))
8 Bilder

Die neue Schulhaus in Neuheim ist eingeweiht worden

17 Jahre nach den ersten Plänen war es so weit: Das neue Schulhaus Dorf II in Neuheim wurde am Samstag eingeweiht. Nicht ganz so lange hatte man zudem auf anhaltenden Regen gewartet. Dass diese beiden Ereignisse zusammenfielen, war aus Sicht der Verantwortlichen in der Berggemeinde Pech. Es verdarb ihnen aber genauso wenig die Feierlaune wie Vorwürfe wegen Unstimmigkeiten bei der Auftragsvergabe

Wurde eine Firma bevorteilt?

Unserer Zeitung liegen Unterlagen vor, in dem ein Handwerker Vorwürfe im Zusammenhang mit der Arbeitsvergabe für den Schulhausbau in Neuheim erhebt. Diese richtet er an das zuständige Zuger Architekturbüro beziehungsweise die Bauherrin, die Gemeinde. Zusammengefasst, behauptet der Unternehmer, dass der gemäss dem Submissionsgesetz ausgeschriebene Auftrag im Widerspruch zum letztlich vergebenen stehen würde. Dadurch wären er und andere Unternehmen gezielt zu Gunsten der Gewinnerfirma getäuscht worden.

Die eingebauten Schränke entsprächen nicht den ausgeschriebenen. Darüber hinaus wären Offerten unter seinem Namen aufgeführt worden, die er nicht angefertigt hätte. Im – ebenfalls anonymen – Begleitbrief zu den Unterlagen steht, dass die Gemeinde eine «externe Untersuchung» eingeleitet hätte.

Der Bauchef und designierte Gemeindepräsident Daniel Schillig (CVP) bestätigt auf Anfrage, dass im Zusammenhang mit der Auftragsvergabe für das neue Schulhaus «Fragen betreffend eine Vergabeposition» an den Gemeinderat gestellt wurden. Mehr ist nicht zu erfahren, es würde sich um ein laufendes Verfahren handeln. Auf die Nachfrage, ob damit die im Schreiben erwähnte Untersuchung gemeint sei, antwortet Schillig: «Wir prüfen momentan die einzelnen Punkte Stück für Stück.» (bier)

Die Symbolik war die übliche: Die Schulpräsidentin Monika Ulrich-Meier (CVP) und der Gemeindepräsident Roger Bosshart (FDP) durchschnitten ein Band, der Gemeindeleiter Christof Arnold weihte das Gebäude mittels Weihwassers. Ulrich sprach von einem «Glücksfall», auch vor dem Hintergrund der Einführung des Lehrplans 21 ab dem Schuljahr 2019/20 und der bereits umgesetzten Sek I plus.

Letztere sieht unter anderem die individuelle Förderung der Schüler vor. Dafür stehen im neuen Schulhaus sogenannte Lernstudios zur Verfügung, wo Schüler ungestört arbeiten können. Das gibt es auch in anderen Zuger Schulen. Eine Neuheimer Besonderheit ist indes die Verbindung der Schulzimmer mittels Türen. Der Sinn dahinter sei, dass Lehrer und Schüler über die Klassen hinweg besser zusammenarbeiten könnten, sagt der Rektor Dominik Lehner.

Der Pavillon hat ausgedient

Eine weitere Auffälligkeit betrifft die Werkräume. Die Maschinen zur Holzbearbeitung befinden sich hinter Glas, womit die Lehrer einerseits stets den Überblick haben, andererseits hält sich dadurch der Lärm in Grenze. Und bei angenehmeren Verhältnissen steht den Schülern ein Aussenbereich zum Werken offen. Die Werkräume werden auch von der Primarstufe belegt, Dauernutzer des Schulhauses Dorf II sind hingegen die 60 Oberstufenschüler, die rund einen Viertel aller Kindergärtler und Schüler in der Gemeinde ausmachen. Dank des neuen Schulhauses, das über eine Passerelle mit dem alten verbunden ist, ist der Pavillon Chilematt obsolet geworden.

Gemäss dem Rektor Lehner sei dieser bereits vom Strom genommen worden, er werde in den kommenden Monaten abgerissen. Wofür die frei werdende Fläche genutzt wird, ist gemäss Lehner gegenwärtig unklar. Ursprünglich waren dort Parkplätze geplant, wie es an der Gemeindeversammlung im Dezember 2016 hiess, als die Stimmberechtigten über den Baukredit in der Höhe von 5,9 Millionen Franken befanden. Dieser wurde bei nur fünf Gegenstimmen angenommen. Gemäss dem Bauchef Daniel Schillig (CVP) könne der Kredit voraussichtlich eingehalten werden.

Nicht nur in Bezug auf die Schule ist die kleinste Zuger Gemeinde fit für die Zukunft. Der Sause beim Schulhaus war eine weitere Eröffnung vorausgegangen: Gegenüber der Lindenhalle steht nun eine Workout-Anlage. Der Gemeindepräsident Roger Bosshart (FDP) und der kantonale Gesundheitsdirektor Martin Pfister (CVP) weihten diese ein. Und einige Schüler bewiesen mit ihren Einlagen, dass man die Anlage auch bei Regen nutzen kann.

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