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NEUHEIM: Die Zukunft des Riegelhüsli liegt in Neuheim

Das Dörrhaus aus dem 19. Jahrhundert, das der Zehnderhof-Überbauung weichen musste, wird ab dem Frühjahr in der Oberblachen stehen. Es wird dort nicht nur wiederaufgebaut, sondern auch genutzt.
Es gehört einfach zum Neuheimer Dorfbild: das historische Riegelhüsli. (Bild Andreas Faessler)

Es gehört einfach zum Neuheimer Dorfbild: das historische Riegelhüsli. (Bild Andreas Faessler)

Im Riegelhüsli werden künftig die Sektkorken knallen. Es wird als Degustationsraum für «Moränenhügler» und «Lindenhügler» dienen, zwei Schaumweinsorten, die Georg Keiser auf seinem Hof in der Oberblachen herstellt. Dieser baute das Hüsli im Frühling 2017 mit Helfern ab und rettete es so vor der Zerstörung: Wenige Tage später begannen die Bauarbeiten auf dem Zehnderhofareal, wo das Riegelhüsli einst als Dörrhaus diente.

Es werde originalgetreu und auf eigene Kosten aufgebaut, sagt Georg Keiser. Allerdings könne nur ein Bruchteil des Originalholzes verwandt werden. Nur 20 bis 30 Prozent seien noch brauchbar, der Rest habe aber ebenfalls Lokalbezug: Es stamme von je einem Gebäude aus Menzingen und Neuheim. «Der Zustand war schlechter als gedacht», erklärt er. Läuft alles nach Plan, wird das Riegelhüsli Ende Mai wieder stehen, die Baubewilligung liegt bereits vor.

Georg Keiser freut sich auf den geschichtsträchtigen Degustationsraum. Er findet es dennoch «schade», dass das Gebäude nicht mehr im Dorf, sondern ausserhalb stehen wird. Dieser Meinung ist auch seine Schwester, Monika Keiser Diaz. Sie präsidierte den mittlerweile aufgelösten Verein, der das Riegelhüsli im Ortszentrum für die öffentliche Nutzung erhalten wollte. Ihr zufolge habe es letztlich zwei Interessenten gegeben: Georg Keiser und eine Person aus der Ostschweiz. «Es war naheliegend, uns für die Neuheimer Lösung zu entscheiden», sagt Keiser Diaz. Und wie lautet ihr Fazit, nachdem die Zukunft des Riegelhüsli gesichert ist? «Leider hat der Verein seinen Zweck nicht wie gedacht erfüllen können. Aber immerhin bleibt das Riegelhüsli der Nachwelt erhalten.»

Raphael Biermayr

raphael.biermayr@zugerzeitung.ch

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