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NEUHEIM: Einachsertreffen: Im Temporausch um die Kurven

Das 14. Einachsertreffen begeistert die Besucher. Mit dröhnenden Motoren und vollem Körpereinsatz jagen die Fahrer über die Strecke.
Die mutigen Einachserfahrer haben bei den Rennen vollen Einsatz gegeben. (Bilder: Werner Schelbert (Neuheim, 22. Juli 2017))

Die mutigen Einachserfahrer haben bei den Rennen vollen Einsatz gegeben. (Bilder: Werner Schelbert (Neuheim, 22. Juli 2017))

Die Einachser scheinen praktisch um die scharfen Kurven zu fliegen, kurz bevor die Fahrer dem ausbrechenden Heck energisch gegensteuern und den Einachser zurück auf die Spur bringen. Mutig drücken sie das Gas durch und jagen unter einem aufheulenden Motor der nächsten Kurve entgegen. Dicht an dicht stehen dabei am Samstag auf dem Neu­heimer Rüedihof die Besucher staunend an der Absperrung und beobachten neugierig, wie die Fahrer im Temporausch ihre Runden drehen. Immer wieder werden in den Kurven Erde und Staub aufgewirbelt, und einer Fontäne ähnelnd fliegt alles in Richtung der Besucher, die sich lachend ducken. «Wie schnell die Einachser in die Kurven fahren, gefällt mir am besten», sagt die Besucherin Alexandra Inderbitzin aus Steinen im Kanton Schwyz.

In den verschiedensten Varianten werden die Einachser an diesem Samstag präsentiert, mit Heck- oder Allradantrieb, kompakt oder länglich gebaut, als Eigenbau oder ganz traditionell – die Besucher bekommen einiges zu sehen. Auch die Strategien der Fahrer sind unterschiedlich: Während einige die Kurven eng schneiden, fahren sie andere aus, um nicht ins Schleudern zu geraten. Wer sich beim Fahren verkalkuliert, riskiert nämlich eine unfreiwillige Pirouette. Doch auch davon lassen sich die Fahrer nicht entmutigen und steuern tapfer zurück auf die Strecke. Dabei werden sie stets bejubelt von den Besuchern, die sich an diesem sonnigen Tag am Rand der Strecke befinden. «Einige Kollegen fahren hier, und wir wollten sie deshalb kräftig anfeuern», erklärt Christina Inderbitzin.

Vermehrt regionale Wettstreiter

Neben dem Fahrvergnügen sorgt die Festwirtschaft für das leibliche Wohl der Einachserfreunde, und in der Mittagspause lässt sich ein besonders Mutiger auf einer Matratze von einem Einachser über die Strecke ziehen. Dieses Jahr sind vermehrt regionale Wettstreiter vertreten im Vergleich zu vorherigen Jahren. Aber auch aus anderen Kantonen sind die Fahrer für diesen einzigartigen Sporttag angereist. Zahlreiche Fahrer mit Flair zum Schrauben und Schweissen treten ausserdem mit einem Eigenbau an.

Egal, ob die Fahrer einzeln oder zu viert über die Strecke jagen und sich dabei ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern, das Publikum ist begeistert. «Ich könnte mir gut vorstellen, in Zukunft selber einmal teilzunehmen», sagt Simon Reichlin, der ebenfalls aus Steinen angereist ist, mit einem Blick auf die mit Sturzhelm und verspiegelter Brille ausgestatteten Fahrer. Für Jung und Alt ist das Einachsertreffen alljährlich ein fesselnder Anlass.

Vanessa Varisco

redaktion@zugerzeitung

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Weitere Informationen zur Rangliste gibt es unter <i>www.club</i>-edelwiis.ch.

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