Neuheim

Hoher Wasserverlust: Leckende Leitungen müssen repariert werden

An der Gemeindeversammlung vom 15. Dezember geht es neben dem Budget 2021 um Sanierungsmassnahmen – und um modernere Schüler.

Raphael Biermayr
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Der Neuheimer Gemeinderat bittet die Gemeindeversammlung (GV) um drei Kredite. So fragt er nach 760'000 Franken, um das Wasserleitungsnetz während der Jahre 2021 bis 2024 zu reparieren. Gemäss der GV-Vorlage befinden sich 13 von rund 20 Kilometern Wasserleitungen im Gemeindeeigentum. Manche lecken anscheinend stark, denn die Höhe des Wasserverlusts sowie die Anzahl Rohrbrüche müssen «im Vergleich zum schweizerischen Durchschnitt als hoch bezeichnet werden». Jährlich sollen 1,5 Prozent der Leitungen erneuert werden, das entspricht 195 Metern.

Die Traktanden

An der Gemeindeversammlung vom Dienstag, 15. Dezember, ab 20 Uhr, in der Lindenhalle steht Folgendes auf dem Programm: Protokoll der Versammlung vom 10. Dezember 2019; Rechnung 2019; Budget 2021; Finanzstrategie 2021 bis 2024; Kredit von 570'000 Franken für die Sanierung der Kanalisation; Kredit von 760'000 Franken für die Sanierung der Wasserleitungen; Kredit von 275'000 Franken für Anschaffungen im IT-Bereich.

Auch die über 20 Kilometer lange Kanalisation bedarf Unterhaltsarbeiten. Bis voraussichtlich zum Jahr 2028 sollen jährlich durchschnittlich 250 Meter erneuert werden. Für die ersten drei Jahre ist ein Rahmenkredit von 570'000 Franken vorgesehen, über den die GV befinden wird.

Es handelt sich bereits um den dritten Kredit im Zusammenhang mit der Sanierung der Kanalisation nach 2014 (250'000 Franken) und 2018 (410'000 Franken). Neuheim verfügt über eine eigene Kanalisation, die Gemeinde ist wegen ihrer ungünstigen Lage als einzige im Kanton Zug nicht an die Ringleitung des Gewässerschutzverbands (GVRZ) angeschlossen.

Neue Laptops für die Schule

Der letzte Kredit, den der Gemeinderat begehrt, beinhaltet eine modernere IT für die Schule, dies im Gegenwert von 275'000 Franken. Der Löwenanteil von 170'000 Franken ist für neue Laptops zu Gunsten von Schülern und Lehrern vorgesehen.

Das Dorf kann sich das leisten. Die Rechnung 2019 hat mit einem Ertragsüberschuss von 1,5 Millionen Franken abgeschlossen. Über sie wird die GV am 15. Dezember ebenfalls abstimmen, denn im Frühling wurde coronabedingt keine Versammlung abgehalten. Das Budget 2021 sieht angesichts der Investitionen ein Minus von rund 108'000 Franken vor. Dies bei einem gleichbleibenden Steuerfuss von 65 Prozent und einem neuerlichen Steuerrabatt von 4 Prozent.

Die Ortsparteien SVP und FDP stehen vorbehaltlos hinter den Anträgen, die CVP und die Grünliberalen haben auf die Anfrage unserer Zeitung nicht geantwortet.