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NEUHEIM: Mit einem Verein gegen die Parteien

Franz Keiser (61) wird sich wieder als Gemeinderat zur Wahl stellen und lanciert eine neue Idee. Dass die belastete Vergangenheit seiner Glaubwürdigkeit geschadet hat, glaubt der Sozialvorsteher nicht.
Raphael Biermayr
Am 7. Oktober wählen die Neuheimer wer ab der nächsten Legislatur im Gemeinderat sitzen wird. (Bild: Werner Schelbert (Zuger Zeitung) (Zuger Zeitung))

Am 7. Oktober wählen die Neuheimer wer ab der nächsten Legislatur im Gemeinderat sitzen wird. (Bild: Werner Schelbert (Zuger Zeitung) (Zuger Zeitung))

Raphael Biermayr

raphael.biermayr@zugerzeitung.ch

Morgen werden die Neuheimer im Briefkasten einen Flyer finden, auf denen ihnen Franz Keiser entgegenlächelt. Der 61-jährige parteilose Bauer gibt damit seine neuerliche Kandidatur für den Gemeinderat bekannt. Am 7. Oktober will er für eine vierte Amtsperiode gewählt werden. Sein Wahlprogramm unterscheidet sich nicht wesentlich von früheren: Der Einklang von Mensch sowie die «Politikverdrossenheit» wegen des hiesigen Parteisystems stehen im Mittelpunkt. Und natürlich stehe er «für die ungeschminkte Wahrheit» und setzt auf seine «Ecken und Kanten».

Dabei sucht das einstige Mitglied der CVP, der Freien Wähler und der SVP nach Unterstützung – in der Form des Vereins «Für Neuheim», den Keiser mit Mitstreitern gründen will und für den auf dem Flyer geworben wird. Der Verein soll für alle sein, politisch unabhängig zwar, aber die politische Diskussion fördernd. Und dies «am Tisch und nicht per Mail und Telefon», erklärt Keiser. Dass er erneut zur Wahl antreten wird, ist nicht überraschend, aber doch bemerkenswert. Unter seiner politischen Verantwortung hat es in der Abteilung Soziales und Gesundheit zahlreiche Verfehlungen gegeben. Diese sind seit der Veröffentlichung der Ergebnisse eines Aufarbeitungsberichts im Juni 2016 bekannt. Vor den Wahlen 2014 hatten sie im Gemeinderat zur Zerrüttung geführt (siehe Box).

Mehr Kandidaten für die Wahl finden

In der jüngeren Vergangenheit war Keiser mit der Neuausrichtung der Abteilung betraut. Die Lösung: Seit Jahresbeginn wird die wirtschaftliche Sozialhilfe von der Gemeinde Baar bewältigt. Keiser hat trotz Gegenwinds aus verschiedenen Richtungen stets betont, im Herbst 2018 wieder anzutreten. Dass er wegen der Vorkommnisse seine Glaubwürdigkeit eingebüsst hat, glaubt er nicht.

Mittels erwähntem Verein wolle er weitere Kandidaten für die Wahl finden. Würde er auch in Kauf nehmen, von einem eigenen Vereinskameraden aus dem Gemeinderat verdrängt zu werden? «Natürlich, ich hätte sogar Freude daran, wenn es noch jemand Besseren gäbe!», antwortet er ernstlich.

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