NEUHEIM: Panoramatafel zeigt 54 Gipfel

Auf dem Josefsgütsch erfahren Passanten nun, welche Berggipfel sie in der Nähe und der Ferne sehen. Die neue Panoramatafel weckt bereits Begehrlichkeiten.

Raphael Biermayr
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Ernst Steiner (vorn) und Urs Inglin sind begeistert von der Panoramatafel. Bild: Werner Schelbert (Neuheim, 22. Februar 2017)

Ernst Steiner (vorn) und Urs Inglin sind begeistert von der Panoramatafel. Bild: Werner Schelbert (Neuheim, 22. Februar 2017)

Raphael Biermayr

raphael.biermayr@zugerzeitung.ch

Wie viele Berggipfel sind von der Gemeinde Neuheim aus sichtbar? Gemäss der Internetseite www.gipfelderschweiz.ch sind es sage und schreibe 85 – theoretisch wenigstens: Voraussetzung dafür ist die maximale Sichtweite. Die seit kurzem installierte Panoramatafel auf dem Neuheimer Josefsgütsch hält sich an realistische Sichtweiten. Das angegebene Bergpanorama mit 54 beschrifteten Berggipfeln um- fasst einen Ausschnitt von rund 150 Grad, begrenzt durch Wildspitz und Napf.

Die Tafel war seit mehreren Jahren ein Thema in Neuheim. Doch die Umsetzung war mit Anfangsschwierigkeiten verbunden, da die ersten Panoramaaufnahmen nicht den Vorstellungen von Urs Inglin, dem Leiter der Abteilung Bau und Planung, entsprochen haben, wie dieser ausführt. Auf einer Wanderung Richtung Albishorn sei ihm eine Panoramatafel aufgefallen, die seinen Vorstellungen entsprochen habe. Nach einer ersten Kontaktaufnahme mit dem Hersteller ging es schnell voran – und heute steht die Tafel tatsächlich auf dem Aussichtspunkt. «Ich erhielt positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung», sagt der sichtlich stolze Abteilungsleiter, während er die angeschriebenen Gipfel auf dem Foto am Firmament sucht.

Auch im Osten gibt es viel zu sehen

Neben ihm steht Ernst Steiner, der beim Josefsgütsch aufgewachsen ist. Der Pensionär kennt den fabelhaften Ausblick über Zugersee und Ennetsee an den Horizont also sein Leben lang – dennoch habe er dank der Panoramatafel neue Erkenntnisse erlangt. Steiner wünscht sich auch eine Tafel, die die zahlreichen sichtbaren Gipfel im Osten bezeichnet. Beispielsweise den Säntis, der an diesem Tag ein Teil der Wolken zu sein scheint.

Bei Urs Inglin stösst er auf offene Ohren mit diesem Anliegen, auch er ist ein grosser Anhänger des Josefsgütsch. «Es lohnt sich, diesen herrlichen Aussichtspunkt zu besuchen», wirbt er dafür. Wer schon einmal dort war, kann ihm nur beipflichten.