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NEUHEIM: Sie machen seit 30 Jahren zusammen Musik

Die Dixie-Kapelle Deutz feiert am Dorfplatzfest ihren runden Geburtstag. Es steht auch ein Abschied an.
Rahel Hug
Die Neuheimer Dixie-Kapelle Deutz von links: Leo Utiger, Hanspeter Signer, Otmar Steiner, Fritz Spillmann, Andy Hanselmann, Alex Döbeli und Joe Zürcher. (Bild: Stefan Kaiser)

Die Neuheimer Dixie-Kapelle Deutz von links: Leo Utiger, Hanspeter Signer, Otmar Steiner, Fritz Spillmann, Andy Hanselmann, Alex Döbeli und Joe Zürcher. (Bild: Stefan Kaiser)

Es begann alles im deutschen Rüdesheim. Fünf musikbegeisterte Neuheimer waren gemeinsam auf einer Reise der Blaskapelle und musizierten eines Abends im Garten eines Weinbauers. So entstand die Dixie-Kapelle Deutz. Auf die Idee des Namens kamen die Männer ganz einfach deswegen, weil hinter ihnen ein Deutz-Traktor parkiert hatte. Das war im Jahr 1983.

Heute – 30 Jahre später – ist die Band um zwei Mitglieder gewachsen und noch kein bisschen leise. An rund 25 Auftritten pro Jahr begeistert sie Dixie-Fans und andere Musikliebhaber. Es gibt wohl kaum ein öffentliches Fest im Kanton Zug, an dem die Männer aus Neuheim und Umgebung noch nicht gespielt haben. Ihr Jubiläum feiert die Band am Neuheimer Dorfplatzfest vom kommenden Samstag. Von 19 bis 21.30 Uhr werden sie auf dem Dorfplatz für musikalische Unterhaltung sorgen.

Offen für viele Musikstile

«Wir kommen eigentlich gar nicht aus der Dixie-Szene», sagt Hanspeter Signer (57), Kopf der Truppe und Banjo- und Gitarrenspieler. Man habe sich erst mit der Zeit zur Dixie-Band entwickelt. «Grundsätzlich sind wir sehr offen, was die Musikstile betrifft», sagt Signer, der selber eher Blues und Rock bevorzugt. «Wir spielen zwischendurch auch Swing, Blues oder volkstümliche Stücke», so Signer. Es komme ganz auf den Anlass an, welcher Stil gerade passe. Am Musikstil Dixieland, der sich in den 1910er-Jahren aus dem New Orleans Jazz entwickelt hat, gefällt Hanspeter Signer, dass man gut und oft improvisieren kann: «Dixie ist freier und nicht so streng nach Noten wie klassische Blasmusik.»

Eine Stärke der Gruppe ist gemäss dem Gitarristen das mehrstimmige Singen: «Teilweise singen wir Refrains vierstimmig.» Man habe aber auch viele Stücke ohne Gesang.

Die Kapelle probt vor allem im Winter, wenn nicht so viele Auftritte anstehen. «Die Musik tut einfach gut, in jeder Hinsicht», sagt Hanspeter Signer, der selber noch in der Musikgesellschaft Menzingen spielt. Auch einige andere Bandmitglieder sind neben der Deutz-Kapelle zusätzlich musikalisch aktiv, zum Beispiel in der Blaskapelle Neuheim.

Trompeter hört auf

Was die Truppe zusammenhält, ist vor allem die gute Stimmung: «Der Spass, den wir untereinander haben, ist sehr wichtig», sagt Signer. «Wenn wir zusammen spielen, ist es immer ein willkommener Tapetenwechsel zum Alltag.» Das jüngste Bandmitglied der Dixie-Kapelle ist 42 Jahre alt, das älteste 67.

Am Konzert vom Samstag steht auch ein Abschied an. Es wird das letzte Konzert für Trompeter Daniel Suter sein. Suter ist seit 15 Jahren Teil der Band.

Wie sieht die Zukunft der Dixie-Kapelle Deutz aus? Nochmals 30 Jahre Vollgas? «Das sicher nicht», sagt Hanspeter Signer. «Irgendwann ist unsere Zeit gekommen. Wir wollen nicht alle Mitglieder durch Neue ersetzen, denn dann ist es nicht mehr das Gleiche.» Sie würden die Zeit geniessen und so lange weitermachen, wie sie Spass an der Sache hätten. Und bis es so weit ist, werden die sieben Musiker bestimmt noch an vielen Festen für den passenden Sound sorgen.

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