Neuheims Rechnung 2019 schliesst auch dank Kostendisziplin deutlich im Plus ab

Statt des budgetierten Aufwandüberschusses resultiert ein Ertragsüberschuss in der Höhe von 1,5 Millionen Franken.

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Frohe Kunde aus dem Neuheimer Gemeindehaus.

Frohe Kunde aus dem Neuheimer Gemeindehaus.

Bild: Stefan Kaiser (17. April 2019)

(bier) Die Rechnung 2019 der Einwohnergemeinde Neuheim schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 1,5 Millionen Franken und damit um rund 1,8 Millionen Franken besser als budgetiert ab. Dabei weichen der Aufwand und der Ertrag jeweils um fast 900 000 Franken vom Budget ab.

«Neben den höheren Steuereinnahmen zeigt sich, dass dank dem sorgfältigen Umgang mit den finanziellen Mitteln ein besseres Ergebnis erreicht werden konnte», heisst es dazu in einer Mitteilung der Gemeinde. Bei den Steuereinnahmen (5,4 Millionen Franken) wurde das Budget um rund 629 000 Franken deutlich übertroffen. Die Einnahmen bei den natürlichen Personen liegen rund 535 000 Franken über dem Budget. Bei den juristischen Personen liegen die Einnahmen rund 28 400 Franken unter dem Budget.

Steuern aus früheren Jahren

Die Mehreinnahmen bei den natürlichen Personen seien auf Steuererträge aus Vorjahren zurückzuführen, die mit rund 1,03 Millionen Franken rund 560 700 Franken höher zu Buche schlagen. Zudem fielen die Grundstückgewinnsteuern 2019 ebenfalls höher aus. Der Steuerertrag ist mit rund 621 000 Franken um 121 000 Franken höher als budgetiert. Die positive Abweichung bei den Entgelten von rund 363 400 Franken sei hauptsächlich auf die höheren Rückerstattungen bei der wirtschaftlichen Sozialhilfe und der Versicherungszahlung für den Wasserschaden im Schulhaus Dorf II zurückzuführen, heisst es weiter.

Auf der Kostenseite liegt der Personalaufwand um 107 700 Franken höher; wobei die Lohnkosten für das Lehrerpersonal um 44 600 Franken und für das übrige Personal um 19 700 Franken höher ausfielen. Ebenfalls sind die Arbeitgeberbeiträge für die AHV und Pensionskasse um 52 800 Franken höher als im Budget vorgesehen. Dagegen liegen die übrigen Personalkosten (Aus- und Weiterbildung und Personalwerbung) um 43 500 Franken als veranschlagt. Ebenfalls aufwandmindernd wirkt sich aus, dass der Sachaufwand um 331 100 Franken tiefer ausfällt als budgetiert, wobei bei fast allen Positionen der budgetierte Betrag nicht erreicht wurde. Dies insbesondere bei der Ver- und Entsorgung (der Liegenschaften im Verwaltungsvermögen) um 57 500 Franken und bei den Planungen und Projektierungen Dritter um 50 100 Franken.

Erwähnenswert sind auch die um 70 600 Franken tieferen Kosten beim baulichen und betrieblichen Unterhalt, wobei beim Unterhalt Strassen die tieferen Kosten von 156 700 Franken sowie der höhere Aufwand beim Gebäudeunterhalt von 77 600 Franken zum erwähnten Resultat beigetragen haben, heisst es in besagter Mitteilung weiter.

Die nicht gebaute Asylunterkunft zahlt sich aus

Des Weiteren sind die Abschreibungen einerseits aufgrund der zusätzlichen Abschreibungen mit der Gewinnverwendung 2016 bis 2018 und andererseits den geringeren Investitionskosten im 2019 um 452 900 Franken tiefer als budgetiert. Alleine die Nichtrealisierung der Asylunterkunft reduziert den Abschreibungsaufwand um 120 000 Franken. Dank der guten Liquiditätslage mussten weder für den Verwaltungsbetrieb noch für die getätigten Investitionen fremde Mittel aufgenommen werden, was um 31 500 Franken tiefere Zinskosten nach sich zog.

Die unter dem Transferaufwand (Entschädigungen an Gemeinden, Kanton, Bund und private Organisationen) verbuchten Kosten konnten ebenfalls um rund 180 100 Franken tiefer gehalten werden. Schliesslich fielen auch die Kosten für die Spitex- und Langzeitpflege um rund 107 000 Franken tiefer aus. Die Investitionen schlagen mit netto 728 100 Franken ebenfalls um 2,9 Millionen Franken tiefer als budgetiert zu Buche. Dies ist hauptsächlich auf die im 2019 nicht ausgeführten Projekte wie Asylunterkunft, Sanierung Mehrzweckgebäude Neuhof und Sanierung des Gemeindehauses zurückzuführen, teilt die Gemeinde weiter mit. Die Nettoinvestitionen konnten aus dem Cashflow bestritten werden.

Die langfristigen Schulden in Form von festen Vorschüssen konnten auch dank der höheren Steuereinnahmen wie oben erwähnt bei 1 Million Franken gehalten werden. Das Nettovermögen beläuft sich auf rund 3 Millionen Franken, was pro Kopf rund 1 300 Franken ausmacht.

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