NIEDERGLATT/ZH: Vermisster Mann ist tot aufgefunden worden

Seit dem 12. März war ein 26-Jähriger aus Cham vermisst worden. Jetzt ist er im zürcherischen Niederglatt aufgetaucht – er lag tot in der Kanalisation.

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Die Kantonspolizei Zürich hat die Identität des am 2. April 2009 in der Kanalisation in Niederglatt aufgefundenen Toten geklärt. Es handelt sich um einen im Kanton Zug wohnhaft gewesenen 26-jährigen Schweizer, der seit 12. März 2009 vermisst wurde und nach dem durch die Zuger Polizei mit einer Öffentlichkeitsfahndung gesucht worden war, wie es in einem Communiqué heisst. Der Vermisste war schwerhörig und dringend auf Medikamente angewiesen. Mitte März hatte er einen Bekannten am Bahnhof Oerlikon angesprochen, was zur Vermutung der Polizei führte, dass er sich im Grossraum Zürich aufhalten könnte.

Passant hatte Polizei alarmiert
Ein Passant hatte am 2. April Uhr eine weisse Flüssigkeit bemerkt, welche in die Glatt floss und seine Feststellung umgehend der Kantonspolizei Zürich gemeldet. Ein Detektiv rückte danach sofort aus und versuchte mit einem Gemeindearbeiter, die Herkunft der möglichen Verschmutzung herauszufinden. Da dies nicht gelang, wurden von einem Ingenieurbüro Pläne des Abwassersystems organisiert und weitere Kontrollen vorgenommen. Dabei wurde auch ein Schachtdeckel an der Kreuzung Grafschaft-/Bachenbülacherstrasse geöffnet. Im Innern wurde dann ein unbekannter toter Mann entdeckt, welcher vermutlich schon über längere Zeit dort lag. Die Identität, die Todesursache und die weiteren Hintergründe waren zunächst noch völlig unklar und wurden vom Institut für Rechtsmedizin untersucht.

Verbrechen nicht im Vordergrund
Gemäss den bisherigen Ermittlungen der Kantonspolizei Zürich sowie der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland steht ein Verbrechen im Zusammenhang mit dem Leichenfund nicht im Vordergrund. Die Untersuchungen des Institutes für Rechtsmedizin ergaben ebenfalls keine Hinweise auf eine äussere Gewalteinwirkung. Weitere Abklärungen der Untersuchungsorgane sind noch im Gang.

scd