Nino und Mia sind in Zug die beliebtesten Babynamen

Wer wissen will, was die beliebtesten Vornamen sind, wie sich die Bevölkerungszahl entwickelt oder woher die Hotelgäste kommen, erfährt dies kompakt in «Der Kanton Zug in Zahlen». Nun ist das Standardwerk erneut erschienen.

Christopher Gilb
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In der Broschüre "Der Kanton Zug in Zahlen" gibt es Statistiken etwa über die Anzahl Landwirtschaftsbetriebe, Firmengründungen oder Namen von Neugeboren. (Bild: Maria Schmid ( Zug, 29. Juni 2018))

In der Broschüre "Der Kanton Zug in Zahlen" gibt es Statistiken etwa über die Anzahl Landwirtschaftsbetriebe, Firmengründungen oder Namen von Neugeboren. (Bild: Maria Schmid ( Zug, 29. Juni 2018))


Nino, die Abkürzung von Giovanni, steht 2017 auf der Liste der beliebtesten Namen: Gleich zehn Buben wurden im Kanton Zug im vergangenen Jahr auf den italienischen Vornamen getauft. Bei den Mädchen siegte mit Abstand der Name Mia – gleich zwölf Neugeborene erhielten ihn. Solche Infos und viele mehr finden sich in der 36-seitigen Broschüre «Der Kanton Zug in Zahlen», die die Zuger Kantonalbank jährlich in Zusammenarbeit mit der Fachstelle für Statistik des Kantons Zug herausgibt.

Vieles in der Broschüre kommt für den geübten Beobachter eher wenig überraschend, beispielsweise der erneute Bevölkerungsanstieg. Hatte der Kanton Zug 2016 insgesamt 123'925 Einwohner, waren es am 31. Dezember 2017 bereits 125'421. Die meisten Gemeinden weisen dementsprechend eine grössere Zuwanderung als Abwanderung auf. Dies Ausnahmen sind Walchwil (Zuwanderung: 284/Abwanderung: 320) und Hünenberg (Zuwanderung: 617/Abwanderung: 671).

Zahl der medizinischen Grundversorger sinkt

Spannend ist es jedoch Jahr für Jahr erneut zu schauen, ob gewisse Entwicklungen anhalten oder möglicherweise gestoppt wurden. Ein wichtiges Thema diesbezüglich ist die medizinische Grundversorgung. Wer die Broschüre studiert, stellt fest, dass die Anzahl der Grundversorgungspraxen im Kanton erneut abgenommen hat: Gab es 2013 beispielsweise noch 79, waren es 2017 nur noch 75. Deutlich zugenommen hat hingegen die Zahl der Spezialarztpraxen, 119 waren es 2016 und 129 Ende 2017.

Immer wieder ein Thema in Zeiten der Klimaerwärmung ist die Ozonbelastung. Die Anzahl Stunden, während derer der Grenzwert von 120 Mikrogramm pro Kubikmeter überschritten wurde, ist auch im Jahr 2017 im Vergleich zu früheren Jahren hoch. An über 300 Stunden wurde der Grenzwert überschritten.

Auch der Bereich Wirtschaft wird in der Broschüre abgedeckt: Die Zahl der Neueintragungen von Firmen beispielsweise ist leicht zurückgegangen. Auf die Gesamtzahl der Firmen hat dies jedoch keine grosse Auswirkungen. Denn auch die Zahl der Löschungen hat leicht abgenommen, wie man der Broschüre entnehmen kann. Insgesamt gab es im Kanton Zug sogar mehr Firmen als im Vorjahr 2016 nämlich 31'919 (2016: 31'249). Deutlich zugenommen hat die Zahl der Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH): Sie ist von 8832 auf 9245 gestiegen. Die Zahl der Kollektiv- und Kommanditgesellschaften hingegen ist möglicherweise wegen der politischen Grosswetterlage leicht rückläufig.

Fast 90 Prozent mehr Gäste aus Indien

Woher kommen eigentlich die meisten Hotelbesucher im Kanton Zug? Darüber gibt die Beherbergungsstatistik Auskunft. Auch diese wurde in der Broschüre entsprechend aufbereitet. Vor allem für indische Touristen scheint der Kanton Zug zum Hotspot zu werden. Gleich 87,1 Prozent mehr Gäste (2016: 7358/2017: 13'768) aus dem Subkontinent residierten 2017 in Zuger Hotels. Auch gesamtschweizerisch hat die Zahl der indischen Besucher um 23,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr zugenommen.

Doch nicht nur über Menschen gibt die Broschüre Auskunft, sondern auch über Nutztiere. Bei diesen ist der Bestand ähnlich hoch als im Jahr 2016 geblieben. Lediglich die Anzahl Schweine ist etwas rückläufig. Die Anzahl der Landwirtschaftsbetriebe jedoch nimmt seit Jahren stetig ab. Diese betrug 2006 noch 618 elf Jahre später werden noch 560 Betriebe gezählt, das sind neun weniger als im Vorjahr.

Des Weiteren bietet die Broschüre eine Übersicht über das Abstimmungsverhalten. Von den sieben eidgenössischen Abstimmungen im Jahr 2017 wurden fünf im Kanton Zug angenommen und zwei abgelehnt. Damit wurde eine weniger abgelehnt als vom nationalen Mehr. Dies ist bekanntlich die Unternehmenssteuerreform III.

Eine sicherlich weniger gern gelesene Information zuletzt: Während im Jahr 2016 bei der Lebensmittelkontrolle acht Betriebe die Note ungenügend erhielten, waren es 2017 12 und damit 1,8 Prozent der Geprüften.