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Noch fehlen 32 Kilometer

Den Kantonsstrassen werden seit längerem einer Lärmsanierung unterzogen. Diese Projekte haben den Kanton bisher rund 15 Millionen Franken gekostet. In Cham soll nun die Sinserstrasse einen Flüsterbelag bekommen.
Andrea Muff

Flüsterbelag, Temporeduktion, Lärmschutzwände: Begriffe, die momentan immer häufiger auftauchen – auch im Zuger Amtsblatt. Denn bis zum 27. Juni liegt die Lärmsanierung der Sinserstrasse, Abschnitt Bärenkreisel bis Hammer, der Gemeinde Cham beim Tiefbauamt des Kantons Zug öffentlich auf. Es soll vom Bärenkreisel bis zur Kreuzung mit der Obermühle (Werkhof) ein lärmmindernder Belag, ein sogenannter Flüsterbelag eingebaut werden. Zudem bedingt die Umfahrung Cham-Hünenberg (UCH) eine Tempo-30-Zone im autoarmen Zentrum Cham. Baudirektor Urs Hürlimann schreibt auf Anfrage, dass noch nichts über die Zahl der Einsprachen gesagt werden könne, da diese meist erst gegen Ende der Frist eingehen würden.

Beim kürzlich aufgelegenen Abschnitt Blickensdorferstrasse in Baar sind allerdings rund 20 Einsprachen eingegangen. Gemäss der eidgenössischen Lärmschutzverordnung hätte die sogenannte Erstsanierung von Kantonsstrassen bis 31. März dieses Jahres abgeschlossen sein müssen. Laut Baudirektion waren bis Januar 27 Kilometer der Kantonsstrassen saniert, 60 Kilometer in Bearbeitung, davon sind 42 Kilometer bereits öffentlich aufgelegen. Rund 32 Kilometer seien noch ausstehend, so Urs Hürlimann. Der Kanton habe bereits 1994 das Konzept für die Sanierung der Kantonsstrassen erarbeitet und sei seitdem an der Bearbeitung der einzelnen Sanierungsprojekte.

Der «Fall Grabenstrasse» verzögerte die Projekte

Die Auflagen solcher Projekte scheinen sich zurzeit zu häufen: «Durch die Beschwerdeverfahren an der Grabenstrasse in Zug, welche bis vor Bundesgericht gingen, und der damit verbundenen unklaren weiteren Stossrichtung wurden alle Lärmsanierungsprojekte gestoppt», erklärt Hürlimann den Umstand. Nachdem die Stossrichtung klar war, konnten auch die Projekte weitergeführt werden. Diese seien nun sukzessive aufgelegt und realisiert worden. Bisher hat der Kanton Zug gemäss Baudirektion rund 15 Millionen Franken für Lärmsanierungen ausgegeben.

Oft heisst die Lösung «Flüsterbelag», denn damit habe man in den letzten Jahren schweizweit Erfahrungen sammeln können, so der FDP-Regierungsrat. «Die akustische Haltbarkeit dieses Belags beträgt zirka zehn Jahre. Zum Schutz der Anwohner werden die halb so lange Nutzungsdauer dieses Belags und die damit einhergehenden Mehrkosten in Kauf genommen.»

Einsprachen sind nicht ausgeschlossen

Im Unterschied zur Blickensdorferstrasse in Baar ist in Cham eine Temporeduktion geplant, welche bei der Realisierung der UCH eingeführt wird. Auf eine Ausdehnung der Tempo-30-Zone verzichtet der Kanton und beurteilt sie als «unzweckmässig und unverhältnismässig». Lärmschutzwände sind an der Sinserstrasse keine vorgesehen. Einsprachen seien trotzdem nicht ausgeschlossen. «Es wird häufig gerügt, dass keine Temporeduktion erfolgt», erklärt Urs Hürlimann.

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