Parkhaus Postplatz in Zug: Noch sind genügend Plätze frei

Seit einem halben Jahr können Autofahrer ihre Fahrzeuge im Parkhaus Postplatz abstellen. Die Auslastung ist gut – noch ist aber Potenzial vorhanden, wie von der Betreiberin zu erfahren ist.

Charly Keiser
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Im neuen Parkhaus Postplatz in Zug sind 100 öffentliche Parkplätze. (Bild: Stefan Kaiser (29. Oktober 2018))

Im neuen Parkhaus Postplatz in Zug sind 100 öffentliche Parkplätze. (Bild: Stefan Kaiser (29. Oktober 2018))

Vor genau einem halben Jahr ist das Parkhaus Postplatz eröffnet worden. Das Angebot der öffentlichen Parkplätze im Zentrum Zugs schnellte so um 100 Plätze in die Höhe. Nach der Annahme der Volksinitiative «Ja zu Gewerbe und Läden in der Altstadt!» am 10. Juni stellen sich verschiedene Fragen – unter anderen, wie sich die Auslastung des neuen Parkhauses entwickelt hat.

Steigende Belegungszahlen

Die 100 öffentlichen Parkplätze im Postplatz-Parkhaus sind im Besitz der WWZ AG und der Stadtzuger Pensionskasse. Für den Betrieb verantwortlich ist die Regimo Zug AG. «Es ist noch Potenzial vorhanden, aber wir können auf eine stetig steigende Belegung blicken», sagt deren Geschäftsführer Matthias Häfelin. Sie seien zuversichtlich, dass der Trend anhalte, ergänzt er. Denn die Nachfrage nach Parkplätzen im Zentrum von Zug sei sicher weiterhin vorhanden. «Unser Parkhaus ist zudem schön, hell und hat grosse Parkfelder. Das ist ein Plus, das sicher viele Autofahrer schätzen.» Auch die Vermietung der festen Parkplätze sei gut angelaufen, fügt Häfelin an. «Wir können noch ein paar wenige Plätze anbieten.»

Ob und wie sich die mögliche Nichtaufhebung der 25 öffentlichen Parkplätze auf dem unteren Postplatz auswirke, sei schwer abzuschätzen, antwortet Häfelin. Und ob dereinst mehr Parkplätze fix vermietet würden, müssten die Besitzerinnen WWZ und städtische Pensionskasse entscheiden.

«Der rechtsgültige Bebauungsplan und der Wille des Volks gehen diametral
auseinander», Urs Raschle, Stadtrat

Einsprache noch nicht erledigt

Bald fertig sind die Sanierung und der Umbau auf dem oberen Postplatz, wo noch vor Kurzem ebenfalls 18 öffentliche Parkplätze vorhanden waren. Deren Aufhebung ist politisch zwar beschlossen, doch eine Einsprache verhindert das geplante Ansinnen. «Wir warten noch immer auf das Verdikt des Verwaltungsgerichts», sagt Urs Raschle, Stadtrat und Chef des Departements Soziales, Umwelt, Sicherheit.

Und wie ist der Stand nach besagtem Ja des Stimmvolks zur Initiative, die vom Stadtrat verlangt, dass auf die geplante Aufhebung der Parkplätze auf dem unteren Postplatz verzichtet wird? Denn bekanntlich verpflichtet der rechtsgültige Bebauungsplan den Stadtrat, bis im kommenden April die dortigen Parkplätze aufzuheben.

«Wir haben ein Schreiben an den Kanton geschickt», sagt Raschle. «Darin fragen wir, wie wir mit der Situation umgehen sollen. Denn nach Annahme der Initiative ist klar: Der rechtsgültige Bebauungsplan und der Wille des Volks gehen diametral auseinander.» Die Stadt habe zudem den geänderten Bebauungsplan, in dem auf die Aufhebung besagter Parkplätze verzichtet wird, bereits an den Kanton geschickt. «Wir werden sehen, wie der Kanton das sieht, und ob womöglich bis zur Frist im April 2019 eine Lösung auf dem Tisch liegt.»

Und was, wenn die rechtliche Situation nicht geklärt und keine Lösung bis im April vorliegt? «Dann werden wir die ganze Angelegenheit noch einmal anschauen und eine entsprechende Auslegeordnung vornehmen müssen.»