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Das Chamer SBB-Bistro wird noch lange nicht in Betrieb genommen

Das Lagerhaus bei der Papierfabrik wird aktuell von der IG Langhuus und dem Kampfkunstverein Shinson Hapkido zwischengenutzt. Letzterer arbeitet zurzeit an einem besonderen Projekt.
Vanessa Varisco
Am 18. Dezember 2017 ist der ausrangierte SBB-Waggon in Cham angeliefert worden. (Bild: Stefan Kaiser)

Am 18. Dezember 2017 ist der ausrangierte SBB-Waggon in Cham angeliefert worden. (Bild: Stefan Kaiser)

Schon die Anlieferung war spektakulär: Rund 60 Tonnen Gesamtgewicht hatte der Schwertransport mit dem SBB-Bahnwagen im Dezember 2017. Der ausrangierte Waggon, welcher beim Papieri-Areal angeliefert und auf den Geleisen vor dem Lagerhaus platziert wurde, bot ein nicht alltägliches Bild.

Der Kampfkunstverein Shinson Hapkido will daraus ein Bistro kreieren mit dem provisorischen Namen «gleis08». Dafür mussten im Innern des Waggons einige Arbeiten vorgenommen werden. «Die Umbauarbeiten laufen vorzüglich», gibt der Mediensprecher des Vereins Marco Müller Auskunft. Vieles ist bereits erledigt, nur die Küche muss noch in Angriff genommen werden. Der Verein übernimmt den Umbau in Eigenregie. «Wir machen alles selber. In unserem Verein können wir auf viele verschiedene berufliche Erfahrungen zurückgreifen», sagte Müller 2017.

Bis im Sommer soll der Wagen schliesslich fertiggestellt werden. Wann das Bistro den Betrieb aufnehmen wird, ist allerdings noch unklar. Denn das Lagerhaus muss zuerst noch von der Gemeinde restauriert werden. «Da der Waggon vor dem Lagerhaus steht, wären die Fluchtwege versperrt. Aus Sicherheitsgründen können wir deshalb das Bistro nicht eröffnen, bevor dieser Umbau nicht getätigt ist», erklärt Müller.

Gebäudehülle wird saniert

Doch es eile nicht mit der Eröffnung. «Wir wollen niemandem Druck machen. Zumal der Investitionskredit für die Sanierung des Gebäudes von der Gemeindeversammlung bewilligt werden muss», führt er aus. «Wir sind bald bereit, alles andere wird sich ergeben.»

Dass das Lagerhaus umgebaut werden soll, ist schon länger bekannt. «Aufgrund des Gebäudezustands und der bisherigen Nutzung des Lagerhauses sind bauliche Massnahmen an der Gebäudehülle, der technischen Infrastruktur und dem Innenausbau nötig», weiss Gemeinderat Rolf Ineichen, Vorsteher Planung und Hochbau. Der Fokus soll auf Wirtschaftlichkeit und Zweckmässigkeit gelegt werden. Auch denkmalpflegerische Auflagen zum Strukturerhalt des Gebäudes und der Gleise östlich des Lagerhauses werden berücksichtigt.

Geplanter Baubeginn ist 2020

«Der Startschuss für die Planung des Umbauprojektes Lagerhaus ist im Januar 2019 erfolgt», berichtet der Vorsteher Planung und Bau. Der Investitionskredit soll der Bevölkerung an der Gemeindeversammlung vom 9. Dezember zur Abstimmung vorgelegt werden. Wird jener angenommen, ist 2020 der Baubeginn geplant.

Die Projektleitung liegt bei Daniel Meister, von der Abteilung für Planung und Hochbau. «Für die Phase der Umbauarbeiten müssen die Vereine das Gebäude räumen», bestätigt Ineichen. Aber sobald die Umbaumassnahmen abgeschlossen sind, wird das Lagerhaus bei der Papieri den beiden Vereinen zur Nutzung gemäss den Wettbewerbseingaben aus dem Projektaufruf übergeben.

Der Verein Shinson Hapkido hatte den Ideenwettbewerb zur Umnutzung des Lagerhauses auf dem Papieri-Areal gewonnen. Auf dem Gelände ist auch die IG Langhuus eingezogen. Der Verein veranstaltet auf 310 Quadratmetern verschiedene Anlässe wie eine Schlager-Disco oder Filmabende. Zum Inventar gehört auch eine Velowerkstatt.

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