Tännler ist nominiert für den Penalty ins Zuger Ständerats-Tor

Die Zuger SVP sieht «die Chance der Chancen», um in den Ständerat einzuziehen. Der Kandidat scheint unumstritten.

Zoe Gwerder
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Der Ausgang der Nominationsversammlung der SVP des Kantons Zug war eine gemachte Sache, noch bevor der Abend begann. Hauptteil des Abends: die Nomination von Heinz Tännler für die Ständeratskandidatur. «Für uns war die Chance noch nie so gut, um in den Ständerat gewählt zu werden», fasst Stephan Schleiss, Regierungsratskollege von Heinz Tännler zusammen. «Der Ball liegt auf dem Penaltypunkt und wir müssen ihn nun versenken.» Und Wahlkampfleiter Daniel Staffelbach doppelt nach: «Das ist für uns eine einmalige Chance mit so einem erfolgreichen Ständeratskandidaten in die Wahlen gehen zu können.»

Seine Motivation sei es, dem Kanton Zug wieder eine Stimme in Bern zu geben, sagt Tännler mit einer leichten Spitze gegen die beiden bisherigen Ständeräte. Er sei sich nicht so sicher, wie gut der Kanton Zug im Bundeshaus noch vertreten sei. «In Bern will ich mich für die Sache, für Zug, einsetzen», so Tännler. Als Kernthemen nennt der amtierende Zuger Finanzdirektor die nationale Finanzpolitik. Aber auch raumplanerische Fragen, welchen den Kanton Zug auch betreffen. «Auch das Thema Energie würde mich interessieren.» Regierungsratskollege Schleiss erzählt, dass Tännler in der Regierung die Leute für seine Anliegen gewinnen kann. Dass er aber auch viel Wert auf den Konsens legt.

Mit Klatschen wird Tännler nominiert

Die vielen lobenden Worte noch aushallend, fragt Wahlkampfleiter, Daniel Staffelbach in die Runde, ob sich jemand geeigneter fühle als Heinz Tännler, um für den Ständerat zu kandidieren. Erwartungsgemäss blieb dies ohne Reaktion, worauf Heinz Tännler mit Klatschen für die Ständeratskandidatur nominiert wurde. Den Sitz im Nationalrat will die SVP mit drei Listen sichern. Eine heisst «Gewerbe», die zweite «Zukunft». Auf der Hauptliste stehen neben dem bisherigen Thomas Aeschi aus Baar, die beiden Kantonsräte Thomas Werner aus Unterägeri und Brigitte Wenzin Widmer aus Cham.