NORDZUFAHRT: Die Bauarbeiten kommen planmässig voran

Baudirektor Heinz Tännler zog anlässlich einer Besichtigung der Baustelle eine positive Zwischenbilanz. Er dankte dabei namentlich der Anwohnerschaft, welche für die unvermeidlichen Nachtarbeiten bisher viel Verständnis aufgebracht hat.

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Sicht von neuer Wohnüberbauung Feldhof Feldstrasse auf Nordzufahrt im Bau anfangs Jahr. (BildChristof Borner-Keller/Neue ZZ)

Sicht von neuer Wohnüberbauung Feldhof Feldstrasse auf Nordzufahrt im Bau anfangs Jahr. (BildChristof Borner-Keller/Neue ZZ)

Die Nordzufahrt Zug/Baar ist eines der prioritären Strassenbauvorhaben des Kantons Zug. Die neue Kantonsstrasse zwischen dem Autobahnanschluss Baar und dem Siemens-Areal in Zug soll ab Herbst 2009 die überlastete Parallelachse Zuger-/Baarerstrasse entlasten.

Auftakt mit Kunstbauten
Seit Mai des vergangenen Jahres ist die Nordzufahrt Zug/Baar im Bau. Während sich die Arbeiten vorerst auf den Abschnitt in Baar konzentrierten, wird seit Februar 2008 auch auf Stadtzuger Gebiet gebaut. "Wir kommen planmässig voran", konnte Baudirektor Heinz Tännler anlässlich eines Baustellenrundgangs befriedigt feststellen. "Gegenwärtig steht vor allem die Realisierung der Kunstbauten im Vordergrund", so Kantonsingenieur Hannes Fässler. Konkret sind dies die neue Brücke über die Lorze sowie die drei Unterführungen Schochenmühlestrasse (Baar), "Schleife" und Feldstrasse (Zug).

Verständnis für Nachtarbeiten
Die Arbeiten an der Unterführung Feldstrasse dauern bis April 2010. Dieses Bauwerk ist nicht nur für die Verantwortlichen die grösste Herausforderung, sondern auch für die Anwohnerschaft. "Wir haben uns bemüht, möglichst viele dieser lärmintensiven Einsätze in die Sommerferien zu legen, um die Zahl der Betroffenen zu minimieren", so Baudirektor Heinz Tännler. Bei den bisherigen Nachtschichten habe man erfreut feststellen dürfen, dass die Direktbetroffenen grosses Verständnis zeigten. "Dafür möchte ich allen Lärmgeplagten herzlich danken. Der frühzeitigen Orientierung der Öffentlichkeit will man auch in Zukunft grosses Gewicht beimessen. Die nächste Anwohner-Information ist denn auch bereits im Druck. Denn im Juli stehen bei der Unterführung Feldstrasse heikle Bauphasen an.

Strassenbau wird vorangetrieben
Neben den Kunstbauten wird in den kommenden Monaten auch der eigentliche Strassenbau voran-getrieben. "Bereits eingebaut ist die Fundationsschicht, die den beteiligten Unternehmen gegenwärtig als Baupiste dient", erläutert Projektleiter Bruno Christen vom kantonalen Tiefbauamt. Ebenfalls schon verlegt sind praktisch alle Werkleitungen mit einer stattlichen Gesamtlänge von rund 100 Kilometern. "Als nächstes bauen wir die Kreisel Neuhof in Baar und Unterfeld
an der Grenze zwischen Baar und Zug", so Christen weiter.

Positive Zwischenbilanz
Zum Abschluss des Baustellenrundgangs zog Baudirektor Heinz Tännler eine positive Zwischenbilanz. So habe man vor kurzem vermelden können, dass der Bund rund 35 Mio. Franken aus dem Infrastrukturfonds in das Bauprojekt einschiesse. "Das bedeutet nicht nur eine Entlastung für den Kanton. Auch Baar und Zug partizipieren am Zuschuss aus Bern, indem sich ihr Kostenbeitrag an den Strassenbau halbiert." Ebenso erfreulich ist der Baufortschritt. "Läuft weiterhin alles nach Plan", so der Baudirektor, "werden wir die Nordzufahrt im Herbst 2009 und die ausgebaute Feldstrasse Mitte 2010 eröffnen können."

ig