NOTEN: Volkswillen schnell umsetzen

Ab nächstem Schuljahr erhalten die Schüler ab der 2. Klasse Noten. Kritikern geht das zu schnell, die Regierung verteidigt das Tempo.

Red
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Laut des Zugers Bildungsdirektors Stephan Schleiss werden die Lehrer seit einem Jahr vorbereitet. (Bild: pd)

Laut des Zugers Bildungsdirektors Stephan Schleiss werden die Lehrer seit einem Jahr vorbereitet. (Bild: pd)

Nein, mit diesem Tempo, das die Bildungsdirektion jetzt anschlägt, kann sich SP-Kantonsrat und Lehrer Zari Dzaferi (Baar) überhaupt nicht anfreunden. Noch nicht einmal ein Jahr sei es her, seit das Zuger Stimmvolk die Noteninitiative angenommen habe. «Bereits ab August 2013 müssen die Lehrer ab der 2. Klasse Noten verteilen.» Und er ist nicht allein mit seinem Empfinden. Dieser Zeitplan werde von mehreren Schulpräsidenten und Rektoren als sehr ambitiös beurteilt, stellt Dzaferi fest. Die Schulen wünschten sich ein Jahr Zeit, um die Lehrer seriös zu schulen. Mit einer Interpellation verlangte er vom Regierungsrat zumindest erklärende Auskünfte.

Und die liegen nun vor. Wenn immer möglich sei der Wille des Souveräns schnellstmöglichst umzusetzen, betont der Regierungsrat. Selbstverständlich könnten besondere Umstände auch eine längere Frist für die Umsetzung einer gutgeheissenen Initiative verlangen. Bei der Noteninitiative sei dies jedoch nicht der Fall. «Die gesetzlichen Anpassungen sind erfolgt, und die Lehrer werden seit einem Jahr auf unterschiedlichsten Kanälen auf die Änderungen hingewiesen und vorbereitet», betont Bildungsdirektor Stephan Schleiss. Der Kantonsrat habe zudem am 21. März 2013 einen Antrag auf eine verzögerte Einführung der Notengebung ab der 2. Klasse (Änderung des Schulgesetzes) mit 61 zu 10 Stimmen klar abgelehnt.

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