Novartis-Projekt hat Aussicht auf Bewilligung

Der Bebauungsplan und die Zonenplananpassung für das geplante Novartis-Ausbildungszentrum in Risch ist von der Grundkonzeption her bewilligungsfähig. Sie bedürfen aber noch einiger Überarbeitungen, bevor das Rischer Stimmvolk im November darüber befindet.

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Daniel Vasella  informiert über das geplante Ausbildungszentrum. (Bild: Archiv Stefan Kaiser)

Daniel Vasella informiert über das geplante Ausbildungszentrum. (Bild: Archiv Stefan Kaiser)

Das geplante Novartis-Ausbildungszentrum in Risch ist an verschiedene planungs- und baurechtliche Voraussetzungen gebunden. Die notwendigen Grundlagen wurden von der kantonalen Baudirektion eine Vorprüfung unterzogen. Nun haben die kantonalen Fachstellen die Ergebnisse dieser Vorprüfung in einem Bericht zu Handen der Gemeinde zusammengefasst.

Die Vorprüfung kommt zum Schluss, dass das Gesamtkonzept den topografischen Gegebenheiten differenziert Rechnung trage. Zudem steigere die Seeuferaufwertung die landschaftliche und ökologische Vielfalt. Auch seien die Baufelder gut angeordnet und machten nur einen sehr kleinen Teil des Areals aus. Insgesamt, so schreibt die Baudirektion in einer Medienmitteilung, kann die Genehmigung des Bebauungsplanes sowie der Änderung von Richtplan, Bauordnung und Zonenplan in Aussicht gestellt werden. Als Vorbedingung wird genannt, dass die im Bericht aufgeführten Vorbehalte mit geeigneten Massnahmen ausgeräumt werden können.

Daniel Vasella  informiert über das geplante Ausbildungszentrum. (Bild: Archiv Stefan Kaiser)

Daniel Vasella informiert über das geplante Ausbildungszentrum. (Bild: Archiv Stefan Kaiser)

Auflagen und Empfehlungen

Ein Grossteil der Vorbehalte betrifft Aspekte, die ohne grundlegende Änderungen des Projektes angepasst werden können. Bei den meisten Auflagen geht es um landschaftliche Belange. So wird gefordert, dass die Seeuferschutzzone deutlicher als naturbelassenes Areal vom gestalteten Landschaftspark abzugrenzen sei. Zudem muss der Aabach ökologischer umgestaltet werden. Weitere Vorbehalte betreffen die Finanzierung der Verlegung von Bushaltestelle und Wanderweg sowie die Regelung, wie oft die Öffentlichkeit das Areal künftig besichtigen kann.

Bild: Loris Succo

Bild: Loris Succo

So gehts nun weiter

Die Gemeinde Risch wird den Bebauungsplan und die übrigen Planungsgrundlagen in den kommenden Monaten überarbeiten. Gleichzeitig wird die Eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK) zu einer Stellungnahme betreffend der Vereinbarkeit des Projektes mit der national geschützten Landschaft (BLN-Gebiet) eingeladen. Sobald die Stellungnahme der ENHK vorliegt und die Anpassungsarbeiten abgeschlossen sind, will die Gemeinde Risch der Bevölkerung den bereinigten Bebauungsplan präsentieren. Anschliessend folgt die 30-tägige öffentliche Auflage mit der Möglichkeit, Einwendungen gegen den Plan einzureichen. Im November dieses Jahres wird die Rischer Bevölkerung schliesslich Gelegenheit haben, an der Gemeindeversammlung abschliessend über den Bebauungsplan zu befinden.

pd/zim